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Stefanie Drese

01.07.2022 Sitzungen 8/28

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Ich bitte um Verständnis, dass ich zu der genauen Terminierung der Gespräche, die meine Kollegin mit den Universitäten dazu geführt hat, Ihnen keine Auskunft geben kann. Ich habe aus dem Letter of Intent zitiert, und Sie werden sicherlich die Informationen dann, sobald Frau Martin wieder gesund ist, nachgereicht bekommen, welche Gespräche mit welchen Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern im Vorfeld schon geführt wurden. Es sprechen viele Aspekte für diese Entscheidung, Frankfurt (Oder) gemeinsam aufs Ticket zu nehmen. Wir sind mit Brandenburg durch eine lange gemeinsame Landesgrenze innerhalb Deutschlands verbunden, aber auch durch die Gemeinsamkeit einer langen Grenze mit unserem Nachbarn Polen. Die Euroregion POMERANIA reicht von Kap Arkona bis an die Stadtgrenze Berlins und von der Müritz bis in das ehemalige Kolberg, heute Kołobrzeg. Wir haben schon jetzt zahlreiche gemeinsame deutsch-polnische Projekte und gut gewachsene Beziehungen, auf denen wir die Zusammenarbeit im Zukunftszentrum ausbauen und weiterentwickeln werden. Genau wie Brandenburg sehen wir uns in Mecklenburg-Vorpommern als Akteur des deutsch-polnischen Verflechtungsraums. Hier können wir wichtige Synergieeffekte nutzen. Ein Beispiel: Die Zusammenarbeit der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf mit Frankfurt (Oder) – beide sind Projektpartner im MORO-Programm, dem Modellprojekt der deutsch-polnischen Raumordnung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumordnung. Die Doppelstädte und Grenzregionen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden als Nahtstellen der europäischen Integration die europäische Ausrichtung des Zukunftszentrums inhaltlich untersetzen. Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken war erst im Mai in Frankfurt (Oder) auf einer Tagung und hat sich bereits als Partnerin für die Arbeit des Zukunftszentrums ins Spiel gebracht. Aber vor allem im wissenschaftlichen Bereich gibt es erhebliche Chancen für Kooperationen, vor allem für die Universität Greifswald mit der Viadrina. Nur ein Beispiel: Das Interreg-Projekt „Das Meer – Pommern – die Grenzregion als Orte des deutsch-polnischen Dialogs. Grenzübergreifendes Netzwerk zur wissenschaftlichen Kooperation und historischen Bildung über Ostsee und Odergebiet“, daran arbeiten die Universität Stettin, die Viadrina und die Universität Greifswald bereits zusammen. Es gibt hervorragende Kontakte des Herrenhauszentrums an der Uni Greifswald zur Viadrina. Auch möchte ich das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) nennen, das seine wissenschaftliche Expertise einbringen wird. Sehr geehrte Damen und Herren, statt Konkurrenzstrukturen in den Ring zu werfen, wollen wir auf Synergien setzen (Heiterkeit bei Jan-Phillip Tadsen, AfD) und jetzt schon Kooperationen vorbereiten und ausbauen, von denen Mecklenburg-Vorpommern und selbstverständlich die Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns stark profitieren werden. (Torsten Renz, CDU: Wieder alles richtig gemacht.) Noch mal: M-V ist in jüngster Zeit sehr gut zum Zuge gekommen, wenn es um die Verteilung von Standorten für Bundesinstitutionen ging. Da haben wir gemeinsam viel Energie investiert und wir konnten auf viel Unterstützung bauen. Wir müssen realistisch sein und unsere Chancen nutzen. Wo sie umsetzbar sind, dort wollen wir unsere Kraft hineingeben. (Der Abgeordnete Sebastian Ehlers bittet um das Wort für eine Anfrage.)

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