Jens-Holger Schneider
… durchgegangen. Das gleiche Recht nehme ich für mich auch in Anspruch. Und er hat als Chef der Staatskanzlei gesprochen, insofern darf ich das auch. (Thomas Krüger, SPD: Kann er gar nicht.) Das hat er getan. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Ist ja völlig egal. (Zuruf von Marcel Falk, SPD) Und insofern, Herr Damm, Ihren ideologischen Unsinn darf ich, durfte ich mir ja auch anhören, hat uns nicht weiter vorangebracht. Und um dem Ganzen mal ein bisschen Klarheit zu verschaffen, auch was das Thema „medizinische Grundlagenforschung“ angeht, (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) da zitiere ich von der Internetseite www.tierversucheverstehen.de. Da geht es um das Problem „Tierversuche und Ethik“. Und der Herr Minister sprach davon, 58 Prozent der Tierversuche dienen der Grundlagenforschung. Und diese Seite, diese Netzseite, haben unter anderem so namhafte Institutionen ins Leben gerufen wie die Humboldt-Stiftung, wie DAAD, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Fraunhofer-Institut, des Helmholtz-Institut, die Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Institut, Fraunhofer und so weiter. Und als Kooperationspartner haben sie unter anderem die Gesellschaft für Virologie und die Gesellschaft für Zoonosen. Wenn Sie sich ein bisschen damit auskennen, dann wissen Sie, was Zoonosen sind und welch verheerende Wirkung die auf unser Ökosystem haben. (Zuruf von Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD) Und vor dem Hintergrund übertragen wir das mal und extrapolieren das auf das menschliche Zusammenleben und sehen da eben auch Befindlichkeiten und Schwierigkeiten. Und ich zitiere: „Vor allem die biomedizinische Grundlagenforschung steht im Fokus ethischer Überlegungen. Hier sind die Verhältnisse schwerer zu bewerten, weil kein unmittelbarer Nutzen direkt gegen die Belastungen von Tieren gewogen werden kann. Ihr konkreter späterer Nutzen ist praktisch nie“ vorhersehbar – „vorhersagbar“, Entschuldigung. „Dennoch ist sie wichtig.“ Zitatende. Wenn Sie meinem Redebeitrag zugehört haben, dann haben wir die medizinische Grundlagenforschung und die medizinische Forschung auch nie in Abrede gestellt. Es geht und es bleibt dabei, Tierleid ist zu verringern und zu vermeiden, wo es geht. Darin waren wir uns wenigstens einig. Alle anderen Zirkelschlüsse, die Sie hier versucht haben, um unseren Antrag abzulehnen, das ist typisch. Sie werden sich drum rumquälen. Sie haben gleichlautende Anträge, auch Sie von der LINKEN, in verschiedenen Parlamenten gestellt, Sie von den GRÜNEN im Übrigen, die FDP, die AfD auch, also alle Parlamentarier haben sich dieses Themas angenommen, weil sie erkannt haben, dass es wichtig ist. Dass Sie hier Zirkelschlüsse schieben, das kennen wir nicht anders. Das dürfen Sie an anderer Stelle erklären. (Thomas Krüger, SPD: Ja, ist ja okay dann.) Wir haben versucht, an der Stelle tatsächlich dafür zu sensibilisieren, darauf hinzuweisen. Ich werbe nochmals um Zustimmung zu unserem Antrag, und Sie können sich sicher sein, dass es diverse Initiativen zum Thema Tierschutz geben wird. Das verspreche ich Ihnen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
