Christian Pegel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie schauen also nicht auf die Gesamtaufhältigenzahl, sondern Ihnen ist insbesondere vor Augen, wie viele Beteiligte sich in Unterkünften der Kreise und kreisfreien Städte aufhalten. Noch mal, die Gruppe ist kleiner. Ich schaue gerne auf die tagesaktuellen Zahlen von gestern, um Ihnen zu sagen, wie viele frei sind, aber Sie haben recht, die von Ihnen für 22.06. vorgesehene Zahl führt dazu, dass noch knapp über 400 reguläre Unterbringungsmöglichkeiten derzeit frei wären. Wenn wir daraus machen zu sagen, jetzt können wir nur noch 400 Leute aufnehmen, ignoriert das, dass die Landkreise und kreisfreien Städte die letzten vier Monate bewiesen haben, dass sie fast 10.000 Wohnungen aufgetrieben haben, in denen heute ukrainische Schutzsuchende leben. Solange es aber keine Nachfrage gibt, werden jetzt auch nicht Hunderte von Wohnungen gebunden, bei denen wir momentan gar nicht wissen, ob wir Miete bezahlen und sie zunächst gar nicht brauchen. Wir sind also immer ein bisschen im Bemühen unterwegs, mehr Kapazität zu haben, als Menschen da sind, damit man reagieren kann, aber auch nicht Tausende von gebundenen Wohnungen zu haben, die uns hinterher kostenmäßig belasten, die aber möglicherweise gar nicht gebraucht werden, was in diesem Hohen Hause berechtigterweise dann auch Fragen aufwürfe. Die Summe derer, die am gestrigen Tage in Mecklenburg-Vorpommern durch Kreise und kreisfreie Städte untergebracht worden waren, betrug 16.109. Davon waren Wohnungen – wir differenzieren seit gestern in drei Kategorien –, Wohnungen 9.658, von denen sind belegt 9.591, oder umgedreht formuliert, 67 Wohnungen sind derzeit frei und können noch belegt werden. Wir haben dann reguläre Flüchtlingsunterkünfte, das sind frühere Hotels, das können frühere Jugendherbergen sein, Kitas, Schulen, die aber als langfristige reguläre Unterbringungen ausgestaltet sind. Dort haben wir 5.282 Plätze, von denen sind 3.473 belegt, sodass wir dort 1.382 frei haben. Wenn Sie es mit den Wohnungen aufsummieren, haben wir knapp 1.390/1.400 freie Kapazitätsmöglichkeiten. Und bei den Notunterkünften haben wir 4.215 Plätze, von denen nur 539 belegt sind, sodass wir 3.673 freie haben.
