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Christian Pegel

30.06.2022 Sitzungen 8/27

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Tatzen, ich versuche es gern – Tadsen, Verzeihung –, ich versuche es gerne. Es ist jetzt natürlich fürs Zuhören anspruchsvoll, wenn ich jetzt die Landkreise durchklackere. Sie haben jetzt, um eine Differenzierung deutlich zu machen, auf die Unterbringungen abgestellt. Das, was ich hier seit fünf Monaten immer wieder qualvoll an Sie herantrage, ist, dass wir eine größere Zahl von ukrainischen Schutzsuchenden in Mecklenburg-Vorpommern haben als diejenigen, die wir durch öffentlich-rechtliche Unterkünfte unterbringen, weil es immer noch eine größere Zahl von privaten Haushalten zu geben scheint, die Menschen bei sich zu Gast haben, die also gar nicht auf den Landkreis oder die kreisfreie Stadt zukommen und sagen, ich bin hier und ich brauche eine Wohnung, sondern die teilen allenfalls mit, ich bin hier, nämlich bei Herrn Pegel zu Gast, und das auf unbestimmte Zeit. Sie haben also jetzt den kleineren Ausschnitt, das ist nur eine Teilmenge der von Ihnen Genannten. Ich würde auf die Gesamtzahlen abstellen. Insgesamt waren am 26.06. dieses Jahres 21.040 Menschen mit ukrainischer Herkunft bei uns als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister registriert, und die verteilen sich wie folgt: – in der Hansestadt Rostock waren 2.317 Personen aufhältig, das entspricht an der Bevölkerungszahl gemessen 1,1 Prozent, – in der Landeshauptstadt Schwerin waren 1.489 Personen aufhältig, das entspricht 1,56 Prozent, – in Ludwigslust-Parchim waren 2.209 Personen aufhältig, das entspricht 1,04 Prozent, – in der Mecklenburgischen Seenplatte 2.780 Personen, das entspricht 1,08 Prozent, – in Nordwest-Mecklenburg 2.762, entspricht 1,75 Prozent, – im Landkreis Rostock waren es 2.851, entspricht 1,31 Prozent, – in Vorpommern-Greifswald 2.704 Personen, 1,15 Prozent, – und Vorpommern-Rügen 2.609 Personen, entspricht 1,16 Prozent. Wenn wir es jetzt schnell überschlagen würden – weiß ich, ist Unfug –, würden wir auf eine Zahl kommen, die etwas kleiner ist, weil noch knapp 1.300 Personen sich in den verschiedenen Einrichtungen des Landes befinden, in denen wir ja auch durchaus für mehrere Wochen ukrainische Schutzsuchende aufhältig haben, die noch keinem Landkreis oder kreisfreien Stadt zugeordnet sind.

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