Hannes Damm
Guten Morgen, sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Backhaus, meine Frage: Paludikultur, also die wirtschaftliche Nutzung – wir haben es ja gerade schon gehabt – von Moorstandorten im nassen Zustand ist in aller Munde. Neben enormen wirtschaftlichen Potenzialen für unser Bundesland, die ich und Sie zumindest sehen in Anbau, Verarbeitung, Vertrieb von Paludierzeugnissen, lassen sich mit ihr die Emissionen von schädlichen Treibhausgasen auf vormals trockenen Moorstandorten drastisch reduzieren. Das ist von enormer Bedeutung. Immerhin entsteht etwa ein Drittel der klimaschädlichen Gase in Mecklenburg-Vorpommern auf entwässerten Moorböden. Insgesamt verursachen die entwässerten Moorböden in M-V laut Greifswald Moor Centrum so jährlich über 1 Milliarde Euro Klimafolgeschadenskosten. Gleichzeitig ist die Wiedervernässung von Moorböden in Bezug auf die CO -Vermeidungskosten – das haben Sie auch gera-2 de schon gesagt, in Flächennutzungen eine der kostengünstigsten Klimaschutzmaßnahmen – mindestens so bedeutsam wie die Windenergie. Eine Strategie für unser Bundesland zur vollständigen Wiedervernässung dieser Flächen bei gleichzeitiger gewinnbringender Weiterbewirtschaftung sollte dringend entwickelt werden. Mit Blick auf die enormen Potenziale beim Klimaschutz und den wirtschaftlichen Nutzen der Moore frage ich Sie nun, Herr Backhaus: Welche Rolle wird der Moorklimaschutz in dem durch die Landesregierung geplanten Landesklimaschutzgesetz einnehmen?
