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Christian Pegel

20.05.2022 Sitzungen 8/24

In der Vertiefung würde ich mir nicht zutrauen, für die Ministerin etwas, was mir nicht aufgeschrieben wurde von den Kolleginnen und Kollegen, dreist zu beantworten. (Heiterkeit bei Marcel Falk, SPD) Wenn ich deren Antworten rückkopple, gehe ich aber davon aus, dass ihnen die Geschwindigkeit durchaus vor Augen ist, dass sie zunächst den Bund in der Pflicht sehen, aber genau wegen der momentan erkennbaren hohen Nachfrage und dann nicht ausreichenden Angebotes ja überlegen, ob sie selbst was tun. Da scheint ja drinzustecken, dass die ersten zwei Jahre als relevant angesehen werden. Aber wenn ich die Kleine Anfrage richtig erinnere, hatten Sie ja auch auf eine bundesweite Feststellung einer Studie verwiesen. Und die Kolleginnen und Kollegen haben mir ganz deutlich an die Hand gegeben, auch noch mal deutlich darauf hinzuweisen, dass die dort zunächst sehr hoch erscheinende Zahl derer, die in Mecklenburg-Vorpommern mit Migrationshintergrund leben, die zu Hause kein Deutsch als quasi Zuhause-Sprache wahrnehmen, dass dieser relativ hohe Prozentsatz mit einer deutlich anderen Zusammensetzung unserer Menschen mit Migrationshintergrund liegen dürfte und dass wiederum in dem Abstand erstes Jahr/zweites Jahr/drittes Jahr also die Entwicklung offenbar in Mecklenburg-Vorpommern wiederum eine deutlich positivere ist. Also wir haben eine sehr viel schnellere prozentuale Steigerung derer, wenn ich nacheinander abfrage über Zeitreihen, die in dieses „Deutsch wird auch zu Hause gesprochen“ einsteigen, was dafür spricht, dass ich im Westen viele, viele Migrationsbeteiligte habe oder mit Migrationshintergrund Beteiligte habe, die zum Teil in zweiter Generation hier sind oder mehrere Jahrzehnte, wo der Prozess sich dann verfestigt hat, dessen, wie man sich eingerichtet hat, wir hier im Bundesland, im Osten insgesamt, oft Menschen mit sehr viel geringerer Aufenthaltsdauer in Deutschland haben mit Migrationshintergrund, die erst in diese Prozesse hineinkommen müssen, das aber offenbar durchaus in größerer Zahl als im Westen dann auch tun. Aber noch mal, wie es sich mit den zwei Jahren verhält und worauf die Kolleginnen und Kollegen alle ihre Wissenschaftlichkeit stützen, würde ich mangels einer dazu spezialisierten Vorbereitung mich nicht trauen.

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