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Dr. Harald Terpe

GRÜNE 20.05.2022 Sitzungen 8/24

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir haben eben eine Auseinandersetzung gehört, die ich weit in der Zukunft erwartet hätte, weil da ging es schon darum irgendwie, die BUGA könnte gescheitert sein, und jetzt suchen wir nach den Gründen, warum sie gescheitert ist. Ich glaube, das ist eine Zukunftsrede, die ich eben gehört habe, aber ich will zurückkehren für mich in das Jetzt. Und das Jetzt ist für mich, dass ich bekenne, dass mir die Perspektive, die ich jetzt erfahre, guttut. Ich bin nämlich auch Rostocker, war auch verantwortlich in der Bürgerschaft, aber noch nie verantwortlich im Landtag, also für mich eine neue Erfahrung, und ich finde, eine gute Erfahrung, weil man dann erkennen kann, dass sich nicht alles um Rostock dreht, sondern dass man auch die Perspektive des Landes einnehmen kann. Und da habe ich aber sehr viele positive Aussagen heute gehört. Sie waren auch schon nicht nur heute, sondern auch schon in den vergangenen Tagen, aber ich höre raus – das habe ich bei dem Minister rausgehört, das habe ich auch bei einigen Redebeiträgen schon rausgehört –, dass das Land ein Bekenntnis zur BUGA in Rostock abgibt und das nicht erst jetzt abgibt, sondern ja schon lange abgegeben hat, und dabei bleibt. Und das, finde ich, sollten wir hier erst mal positiv, und zwar sehr positiv festhalten, (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) weil das ja für die Rostocker ehrenamtlichen Entscheidungsträger ja auch eine wichtige Botschaft ist. Ich glaube, da warteten tatsächlich auch viele, die – warum auch immer – jetzt sich gefragt haben, gehen jetzt alle von Bord oder gehen sie eben nicht von Bord. Auf dieses Bekenntnis wird gewartet, denke ich. Und das ist deswegen ein guter Tag, dass dieses Bekenntnis heute abgegeben worden ist. Es klingt ja immer so ein bisschen, und das hat ja der Minister auch angesprochen, mit, Gartenschau, Gartenschau, was ist Gartenschau. Das hat eine lange Tradition in Deutschland mit den Gartenschauen, aber es bedeutet ja nicht, dass es eine Schau der Gärten ist, sondern auch schon bei vielen, vielen Gartenschauen der Vergangenheit ist es immer wieder um die Entwicklung von Städten gegangen. Das ist in Hamburg so gewesen, (Rainer Albrecht, SPD: Sehr richtig! Genau so.) das ist bei der IGA in Rostock so gewesen, das ist überall so. (Rainer Albrecht, SPD: In Erfurt.) Und deswegen, (Rainer Albrecht, SPD: Mannheim.) und deswegen ist es ja auch von der Rostocker Bürgerschaft seinerzeit auch so interpretiert worden, dass wir die Chance bekommen, eine Gartenschau auszurichten, die ein großes Stadtentwicklungsprojekt sein kann. Und ich bin Herrn Kollegen Albrecht sehr dankbar dafür, dass er sozusagen seine Redezeit dazu genutzt hat, auch die Chronologie noch mal darzustellen, wie es bisher gelaufen ist, dann brauche ich das nämlich nicht zu machen. Ich kann aber … (Heiterkeit bei Rainer Albrecht, SPD: Habe ich gerne gemacht.) also da konnten ja viele auch entnehmen, und deswegen ist es, glaube ich, auch die Erklärung dafür, warum hier so viele Rostockerinnen und Rostocker heute zu dem Thema sprechen, weil sie natürlich die Perspektive sowohl aus Rostock haben als auch jetzt hier im Landtag. Und ich kann für die Bündnisgrünen nur sagen, dass in Rostock, glaube ich, niemals ein Zweifel in den letzten Jahren bestand, wie intensiv sich die ehrenamtliche Ebene der Bündnisgrünen für das Gelingen der Bundesgartenschau eingesetzt hat, glaube ich, und da auch immer wieder Verbindungen zu allen Fraktionen versucht hat in der Rostocker Bürgerschaft zu halten. (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Und Touren gemacht hat und alles.) Wie bitte? (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Und Touren gemacht hat.) Wie? (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Bürgertouren gemacht hat.) Ja, und so weiter. Nicht? (Eva-Maria Kröger, DIE LINKE: Ja.) Und um das noch mal plastisch vielleicht zu machen, worum es da geht: Es ist praktisch, dieses Städtebauprojekt, die Schaffung eines neuen Rostocker Zentrums. Es ist nämlich genau das Oval, was sozusagen ich noch, als ich nach Rostock kam – ich bin ja nicht in Rostock geboren, aber ich habe meinen Lebensmittelpunkt in Rostock seit über 40 Jahren –, da konnte man ja gar nicht in den Stadthafen reingucken, da war damals eine Mauer vor, man konnte gar nicht sehen, was da ist. Das ist ja alles weg. Man kann den Fluss sozusagen als Erlebnisfluss mit erleben, aber er ist auch eine Steinwüste, das ist ja schon gesagt worden. Und darum soll es gehen, da ein neues Zentrum sozusagen mit Parkanlagen, wo es gleichzeitig um Sanierung von ehemaligem Müllgelände geht, was hoch nachhaltig ist, es ist eine neue Verbindung geplant zu den Stadtbezirken, die jenseits des Flusses liegen, und zwar für Fahrradfahrer und Fußgänger aus sozusagen Stadtteilen, die eben jenseits des Flusses liegen, ist ja genannt worden. (Ralf Mucha, SPD: Und Rettungsdienst.) Wie? (Ralf Mucha, SPD: Und Rettungsdienst.) Rettungsdienst ist auch, gut, dass es erwähnt wird, dass also sozusagen natürlich so eine Brücke jetzt nicht eine aus Streichhölzern gebaute Brücke ist, die so was nicht ermöglicht, sondern dann auch diese wichtige Funktion mit übernimmt. Ich finde es gut, dass wir heute dazu noch mal hier diese Diskussion führen, weil auch deutlich gesagt worden ist, dass aus dem Landtag – finde ich, richtigerweise – auch ein Signal an die Stadt ausgeht, nicht nur, dass das Land dazu steht, sondern dass die Stadt sozusagen jetzt auch mal die Ärmel hochkrempeln muss (Rainer Albrecht, SPD: Genau.) und jetzt intensiver vorangehen muss. Und auch das ist richtig. Ich glaube insgesamt mich in dem Satz auch versammeln zu können, es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, Konflikte auszutragen, und ehrlich gesagt hatte ich den Antrag der CDU eigentlich auch nicht so verstanden, dass es um Konfliktaustragen geht, sondern aus dem Antrag natürlich hervorgeht, dass es um ein Bekenntnis geht. Und der Konflikt, der, glaube ich, jetzt so ein bisschen auch ist, ist natürlich ein Konflikt, der auch vielleicht ein städtischer Konflikt ist, aber vielleicht um die Frage, ob man sich so hart auf diesen Zeitpunkt festlegen muss, das scheint mir jetzt so ein kleiner Konflikt zu sein. Und ich nehme jedenfalls als Rostocker mit, es ist jetzt sinnvoll, jetzt wirklich – und da wiederhole ich mich – die Ärmel hochzukrempeln und alles dafür zu tun, dass man es 2025 realisieren kann. Wenn wir uns in einer gewissen Zeit dann wieder in der Diskussion treffen sollten, dann wird man sehen, was aus diesem ambitionierten Hinweis an die Stadt Rostock dann wird. Ich jedenfalls werde in Rostock auch dafür werben, dass wir tatsächlich dann das Klima haben, richtig loszulegen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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