Michael Meister
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Als gebürtiger Rostocker, als Rostocker Jung, ist es mir heute ein besonderes Anliegen, zu diesem Thema sprechen zu dürfen. Auf der einen Seite ist die Abhaltung der BUGA aus touristischer, wirtschaftlicher und städtebaulicher Sicht selbstverständlich sehr wünschenswert und zu begrüßen. Ein gut organisiertes Großevent ist immer ein tolles Aushängeschild für die Stadt und natürlich auch für das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern. Andererseits gab es, wie Sie alle wissen, so viele offene Fragen, Probleme und Unklarheiten, dass eine Abhaltung in naher Zukunft lange Zeit und bis vor einigen Tagen absolut unwahrscheinlich erschien. Außerdem sollte man zumindest erwähnen, dass es immer noch eine Menge Steuergeld ist, Steuergeld, das man durchaus auch nachhaltiger verwenden könnte. Baustellen in Mecklenburg-Vorpommern haben wir genug. Ich erspare uns allen nun aber längere Ausführungen über realistische Projektplanungen und nachhaltiges Wirtschaften und Kostensteigerungen, Herr Albrecht und auch Herr Backhaus haben dazu schon ausgeführt. Glücklicherweise kam es aber vor wenigen Tagen noch ganz anders, denn die Bürgerschaft in Rostock hat sich entschieden. Nachdem sich Oberbürgermeister Madsen augenscheinlich nicht imstande sah, die Entscheidungen zu treffen, welche von ihm erwartet wurden, musste es eben die Bürgerschaft in Rostock richten, mit einer, wie ich persönlich finde, ganz gangbaren Lösung. Da Madsen es alleine offenbar nicht hinbekommt, stellt man ihm zukünftig weitere Planer, mehr Personal und die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung an die Seite. Der Weg ist geebnet für die BUGA und OB Madsen hat die Beschlüsse der Bürgerschaft schlicht einfach und ergreifend umzusetzen. Auch wenn Madsen weiterhin auf seinem Standpunkt beruhen sollte, dass er es nicht bis 2025 schaffen wird, was, nebenbei erwähnt, mindestens purer Defätismus oder im unwürdigsten Fall sein vermeintliches Sprungbrett in die Kieler Staatskanzlei ist, … (Sebastian Ehlers, CDU: Staatskanzlei gleich?!) Er will Minister werden. (Sebastian Ehlers, CDU: In der Staatskanzlei sitzt aber der Ministerpräsident!) Ja, Entschuldigung, er will Minister werden. … sollten wir ihm eine letzte Chance einräumen, seinen Pflichten als Oberbürgermeister nachzukommen. Madsen hat den Willen der Wähler und gewählten … (Nikolaus Kramer, AfD: Ach, wir hätten ja euerm Antrag zugestimmt, aber jetzt ist es vorbei.) Ja. Madsen hat den Willen der Wähler und gewählten Vertreter umzusetzen, er muss die Kuh vom Eis holen, und bereits getroffene Entscheidungen, Vereinbarungen mit Land und Bund sind einzuhalten, damit das Vertrauen der Menschen in die Politik nicht weiter beschädigt wird. Und ich werde mich freuen, Sie alle 2025 in Rostock auf der BUGA begrüßen zu dürfen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
