Bettina Martin
Sehr geehrte Frau Hoffmeister, ich antworte in Vertretung für die Gesundheitsministerin. Frau Drese hat sich mit der Klinikleitung der Asklepios-Klinik Parchim getroffen und auch ein Gespräch geführt, um die Situation zu beraten. Die Situation stellt sich laut meiner Unterlage hier dementsprechend dar, dass in der Tat die – Moment, ich muss es jetzt finden –, die Oberärztin gekündigt hat. Allerdings ist die zweite Kündigung der Assistenzärztin, die Sie gerade zitiert haben, eine mündliche Kündigung wurde ausgesprochen, und da ist noch keine schriftliche Einreichung der Kündigung erfolgt. Es ist in der Tat so, dass das Land ja einen sehr starken Fokus auch legt auf die Gewinnung von Fachkräften, gerade in der Pädiatrie. Wir wissen, das ist nicht nur in Parchim ein Problem, sondern im Land insgesamt, aber bundesweit ist gerade bei der Pädiatrie ein großer Fachkräftemangel, insgesamt auch im Bereich Landärzte. Zur Unterstützung und Verbesserung der Aus- und Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte und damit eben auch der ärztlichen Versorgung werden über das LAGuS, die KV und die KGMV auch Förderungen aus Mitteln des Landeshaushalts getätigt und aus Mitteln des MV-Schutzfonds. Da möchte ich nennen die Förderung der Medizinstudierenden im praktischen Jahr und die Förderung der Weiterbildung in der Pädiatrie. Es ist außerdem ein auf fünf Jahre erst mal begrenztes Stipendium für Medizinstudierende aufgelegt worden über das LAGuS. Es ist insgesamt 1 Million Euro dafür vorgesehen. Und das gleiche Ziel, eben die Fachkräftegewinnung und Ausbildung, verfolgt auch das 2019 beschlossene Hochschulzulassungsgesetz dort, also das Landarztgesetz, wo ja junge Menschen die Chance erhalten sollen, einen Medizinstudienplatz zu erhalten, auch wenn sie kein 1er-Abitur abgelegt haben, aber nachweisen können, dass sie für diesen Beruf geeignet sind. Erstmals ab dem Wintersemester 2021 sind 31 der insgesamt rund 400 Medizinstudienplätze hierfür reserviert gewesen. Mecklenburg-Vorpommern insgesamt – wir hatten ja dazu auch schon die Debatte – bildet weit über den eigenen Bedarf eine, also sehr, sehr große Anzahl an Medizinstudierenden aus, an Ärztinnen und Ärzten. Fertiggestellt wurde auch eine Richtlinie zur Förderung von Gesundheitszentren und von Haus- und Kinderarztpraxen, durch die der Neu- und Umbau solcher Zentren und Praxen in von Unterversorgung bedrohten Regionen gefördert werden soll. Und ich will es vielleicht hiermit erst mal belassen.
