Jens-Holger Schneider
Herr Renz, ich habe heute Morgen in einem NANO-Beitrag, das Wissenschaftsmagazin, gesehen, da ist aus Hessen berichtet worden, wie ukrainische Kinder in sogenannten Samstagsschulen auch auf Empfehlung des Generalkonsulats in Hessen dort gemeinsamen Unterricht pflegen. Und zur Lebenswirklichkeit gehört es auch, dass die Kinder, die in der Regel relativ wenig Deutsch können, dann in die Klassen gesetzt werden und an ihren Mobiltelefonen und an ihren mobilen Endgeräten ukrainischen Unterricht nachverfolgen, weil die Ukraine es trotz der Schwierigkeiten geschafft hat, ihre Lehrpläne zu digitalisieren, ihre Schulbücher zu digitalisieren innerhalb kürzester Zeit, und dass es die Empfehlungen der ukrainischen Offiziellen sind, die sagen, bitte, macht das nicht, bitte, lasst unsere Kinder nach unseren Lehrplänen unterrichten und nicht nach euern Lehrplänen, weil das die Kinder im Moment sehr durcheinanderbringt. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Die brauchen den Kontakt zu ihren Leuten, aufgrund der traumatischen Erfahrungen. Das entspricht der Lebenswirklichkeit, auch die Bemühungen eben, diese Geschichten zu machen. Und da haben Sie unseren Antrag völlig fehlinterpretiert, und das mit Absicht, (Heiterkeit bei Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) weil es genau darum geht, diesen Kindern weitere Erfahrungen zu ersparen, schlimme Erfahrungen. Und dann wurde mir heute erzählt im Präsidium des Kreistages Nordwestmecklenburg, dass es ganz große Schwierigkeiten gibt, die DaZ-Klassen aufrechtzuerhalten, weil wir die Lehrkräfte für die DaZ-Klassen gar nicht haben. Das ist die Frage, die ich mir stelle, ob Sie wissen, was die Lebenswirklichkeit sagt. (Zuruf von Andreas Butzki, SPD)
