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Torsten Renz

CDU 07.04.2022 Sitzungen 8/19

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Heute hatten wir schon mal einen Antrag, eine Debatte, da hat Herr Tadsen, wenn ich das richtig erinnere, gesprochen, und die Ausführungen zum Thema Integration, Fachkräftegewinnung et cetera, die stehen jetzt völlig im Gegensatz zu dem, was Sie ausgeführt haben, Herr Förster. (Jens-Holger Schneider, AfD: Differenzieren lernen! Differenzieren lernen!) Ich habe das vorhin so empfunden, dass das die Position der Fraktion war, dass Sie sehr wohl fachlich gut ausgebildete Leute hier integrieren wollen. (Jens-Holger Schneider, AfD: Ein untauglicher Versuch, Herr Renz!) Insofern haben Sie es ja selbst gesagt, dass möglicherweise Ihr Antrag, (Zuruf von Horst Förster, AfD) Ihre Position jetzt etwas nationalistisch rüberkommt. Da kann ich Sie nur bestätigen, (Zuruf von Horst Förster, AfD – Glocke der Vizepräsidentin) insbesondere so, wie Sie es hier niedergeschrieben haben. Und ich glaube auch nicht, dass Sie jetzt die Situation, diese Notsituation … Wir haben doch eine Ausnahmesituation, wir wissen gar nicht, wie lange der Krieg dauert. Selbst wenn der Krieg zeitnah beendet werden sollte, wie sieht es dann aus mit Rückkehrmöglichkeiten? Und Sie schreiben hier einen Antrag nieder, da will ich Ihnen sagen, da fehlt nachher nur noch Punkt 6 möglichst, dass die Kinder auch gar keinen Kontakt mehr haben sollen mit der einheimischen Bevölkerung. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zurufe von Thomas de Jesus Fernandes, AfD, Nikolaus Kramer, AfD, und Jens-Holger Schneider, AfD) Also das ist der Grundtenor Ihres Antrages. Und insofern stimme ich der Ministerin nur zu, Integration Ja, unter logischerweise Beibehaltung der Identität. (Zuruf von Petra Federau, AfD) Und Sie beschreiben ein Bild, als wenn die Identität der ukrainischen Kinder verloren geht. Und ich glaube auch, dass Sie irgendwie in so einem kleinen Elfenbeinturm sitzen und gar nicht mehr wissen, wie die Realität aussieht. (Zuruf von Horst Förster, AfD) Deswegen will ich Ihnen nämlich mal sagen, (Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) was ich vor zwei Wochen erlebt habe. (Jan-Phillip Tadsen, AfD: Hören Sie doch mal zu!) Ich habe einen Anruf bekommen in Güstrow von jemandem, der drei Familien aufgenommen hat. (Petra Federau, AfD: Wir auch.) Der hat drei Familien aufgenommen (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Und nun?) und die Kinder sind sofort in die Schule gegangen. Und da bin ich dankbar, dass es so geregelt ist, dass dort keine Kinder weggeschickt werden, sondern dass ein System gefunden wurde, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) dass sie sofort auch am Unterricht teilnehmen können. Und dann hat er mich gefragt, weil ich eine Verantwortung habe bei einem Sportverein, wie sieht es denn aus mit sportlicher Betätigung. Da habe ich gesagt, sehr wohl, wir kümmern uns sofort. Das war an einem Freitag, am Montag waren mehrere Leute von uns zugegen und haben sich darum gekümmert, (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) dass dieser ukrainische Schüler, der kein Deutsch kann, im sportlichen Bereich bei uns sozusagen ein Zuhause gefunden hat.

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