Hannes Damm
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin Oldenburg! Seit geraumer Zeit gibt das Bildungsministerium Pressemitteilungen heraus, die über die aktuelle Corona-Lage in den Schulen informieren sollen. Wichtigste Kenngröße ist dabei die Zahl der von Quarantänemaßnahmen betroffenen Schülerinnen und Schülern. Erwartungsgemäß könnte man davon ausgehen, dass es sich hierbei um die Zahl von Personen handelt, die sich aufgrund von einer Quarantäne nach längerer Covid-Erkrankung oder wegen eines engen Kontaktes entsprechend der Corona-Landesverordnung in Quarantäne befinden und folglich nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Vergleicht man die Daten des Corona-Lageberichts für Kinder und Jugendliche in M-V mit den Pressemitteilungen des Ministeriums, wird man jedoch schon länger stutzig, welche Zahlen das Bildungsministerium eigentlich verwendet. So liegt die 7-Tage-Inzidenz der Schülerinnen und Schüler, die sich aus den Quarantänezahlen in der PM vom 30.03. ergeben würden, nur bei etwa 1.400. Vom LAGuS wird jedoch am selben Tag für die entsprechende Alterskohorte ein Wert um die 3.500 angegeben. Dabei müsste der Wert des Bildungsministeriums die Inzidenz noch überschätzen, ginge man davon aus, dass die Kontaktquarantäne ja da noch dazukommt. (Zuruf von Andreas Butzki, SPD) Die Geschäftsordnung sieht zwei Minuten vor. Wie erklären Sie diesen signifikanten Unterschied, immerhin ein Faktor von 2,5?
