Dr. Till Backhaus
Also wir wollen nicht einstellen, sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Diener, sondern wir alle müssen das ja auch finanzieren. Irgendwo muss das Geld dafür herkommen. Und ich glaube, noch mal sagen zu dürfen, ich bin ja zunächst ausgelacht worden, nicht durch Sie, sondern durch andere, ob diese Pürzelprämie etwas bringt. Und ich muss Ihnen sagen, in der Jägerschaft – und auch allen Beteiligten – war man insgesamt sehr, sehr dankbar für das, was hier gelungen ist. Wir können heute feststellen, wir haben eine signifikante Reduktion der Wildschweinbestände erreicht. Ich könnte Ihnen die Zahlen auch nennen, aber unterm Strich kennen Sie das ja auch. Wenn wir über 100.000 Stücken Schwarzwild erlegt haben, dann führt das natürlich pro Jahr zu einer Reduktion. Und wir haben insgesamt doch auch eine erkleckliche Summe für die Pürzelprämie der Jägerschaft an die Hand gegeben. Das sind insgesamt 8,5 Millionen Euro, die in die Pürzelprämie geflossen sind. Was wir jetzt gemacht haben, ist – und das will ich dann auch konkret beantworten –, wir nehmen uns die Restriktionsgebiete. Und das sind für mich die Korridore, das ist insbesondere der Landkreis Vorpommern-Greifswald, das ist der Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte, und wir haben den Landkreis Ludwigslust-Parchim, weil wir dort ja Probleme hatten. Diese Restriktionsgebiete, die wir erkennen können, in den Gebieten wird es die Pürzelprämie weiter geben und außerhalb dieser Gebiete nicht. Und uns liegt natürlich daran, die ASP, ich glaube, auch Ihnen, die ASP, soweit es geht, aus dem Lande rauszuhalten. Das ist uns bis jetzt gelungen – toi, toi, toi! – durch diese Gesamtkomplexität der Maßnahmen Pürzelprämie, Zaunbau, aber auch die Suchhundeausbildung bis hin zu der Aufklärungskampagne, die wir gefahren haben. Und ich glaube, wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir ein sachtes Reduzieren auf der Gesamtfläche, was die Pürzelprämie anbetrifft, vornehmen können. Aber wichtig ist, dass wir gemeinsam weiter dafür sorgen, dass die Jägerschaft insgesamt weiter diesen Wildschweinbestand im Blick behält und weiter auch intensiv bejagt wird.
