Thomas Diener
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich komme jetzt gerade aus der Besuchergruppe der Schülerinnen und Schüler, die hier eben oben auf der Tribüne gesessen haben. Das war auch sehr emotional, insofern scheint es tatsächlich so zu sein, dass sich das so ein bisschen durchzieht. Dem müssen wir vielleicht auch gelegentlich ein bisschen Rechnung tragen. Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, am Heiligen Abend des vergangenen Jahres wurden im Uferbereich des Kleinen Jasmunder Boddens zahlreiche tote Fische gefunden. Sie wurden seitens der Angler, Mitglieder des Technischen Hilfswerkes und verschiedener Behörden, rund 31 Tonnen Fischkadaver, dort geborgen. Anschließend wurden die Kadaver in der Tierkörperbeseitigungsanlage hier im Land auch entsorgt. Bis heute konnte nicht definitiv ermittelt werden, weshalb die Fische dort verendet sind. Mittlerweile konnte eine geringe Konzentration eines toxischen Stoffes ermittelt werden, der aber auch im Abbruch oder Abfall der Veredelung von Holz entstanden sein kann. Dessen Konzentration war so gering, dass ein Massensterben durch diesen Stoff nicht als Ursache infrage kommt. Nach wie vor rätseln die Forscher über die Ursachen des Fischsterbens. Vorsorglich ist vom Verzehr von Fischen aus dem Gewässer dringend abgeraten worden. Auch Hundehalter sollten ihre Hunde dort fernhalten. Das ist allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme. Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Minister hat bereits im Ausschuss (Agrarausschuss) ausführlich über das Fischsterben im Kleinen Jasmunder Bodden berichtet, genauso wie hier, sicherlich mit 14 Tagen Vorlauf. Sowohl von den Behörden als auch von den Verbänden, dem Landesanglerverband, dem WWF wurden Maßnahmen ergriffen, um die Ursache des Sterbens zu ermitteln. Trotz Untersuchungen durch spezialisierte Labore konnten keine nachhaltigen Untersuchungsergebnisse ermittelt werden, welche Rückschlüsse auf das Fischsterben zuließen. Deshalb wurde beschlossen, dass in den kommenden Wochen eine wissenschaftlich begleitete Befischung erfolgen soll, um so einen Überblick über den aktuellen Fischbestand und eventuelle Beeinträchtigungen des Fischbestandes zu erhalten. Insofern kann man an der Stelle nicht viel mehr sagen, als dass man genau gesucht hat, aber nichts gefunden hat. Das kann natürlich viele Ursachen haben. An der Stelle können wir in der Sache auch nichts weiter beitragen. Deswegen lehnen wir den Antrag der AfD zu den geforderten Maßnahmen an der Stelle ab. – Haben Sie vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und CDU)
