Elisabeth Aßmann
Also, Frau Schlupp, Sie haben ja jetzt gerade sich noch mal selbst wiederholt und Sie haben wiederholt, dass Sie infrage stellen, ob die kritischen Stimmen gehört werden. Das habe ich auch so wiedergegeben. Genau das haben Sie gerade wiederholt. Und wenn man politisch der Auffassung ist – und das habe ich so verstanden, dass das die Mehrheit in diesem Land ist –, dass unter anderem erneuerbare Energien Maßnahmen sein können, sein werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen, um uns energieautark zu machen gegenüber anderen, um auch Einkommensquellen und Wertschöpfung im ländlichen Raum zu generieren, dann weiß ich nicht, warum, weil es kritische Stimmen darüber gibt, warum wir jetzt sagen sollten, dieses Ziel formulieren wir gar nicht erst. Sondern es geht doch dann bei der Beteiligung darum zu sagen, es gibt einen Strauß an Maßnahmen, die wir im Kopf haben, dazu kommt ein Strauß von Maßnahmen, die aus den Beteiligungsprozessen resultieren, und dann wird man schauen, wie ist zu jeder Maßnahme das Potenzial, die Dinge, die dafürsprechen, die dagegensprechen, und dann wägt man ab. Das heißt doch aber nicht automatisch, nur, weil jemand potenziell kritisch zu einer Maßnahme stehen kann, dass wir über diese Maßnahme politisch vorher gar nicht sprechen. Und ich halte das nicht für eine Vorfestlegung, sondern ich halte es verdammt noch mal für unseren Job, dass auch wir uns darüber Gedanken machen, was wir den Menschen vorschlagen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Torsten Koplin, DIE LINKE: Genau. Genau.)
