Hannes Damm
Was draufzulegen, genau. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sie stellen ja immer darauf ab, dass Sie und ich Männer der Zahlen sind, aber leider muss ich Ihnen dann hier noch mal mathematisch auf die Sprünge helfen, denn mit Ihrer Kritik zur Bioenergie, dass wir die immer vernachlässigen würden, da weiß ich nicht, ob Ihnen das bekannt ist, das Papier von dem Planungsverband Westmecklenburg, die eine Flächeneffizienz ausweisen, sowohl für die Bioenergie als auch zum Beispiel für die Solarenergie. Und da ist es so, dass bei Biogas 18 Megawattstunden pro Hektar pro Jahr also der Ertrag ist, der mögliche, bei Solarenergie 5.000 Megawattstunden pro Hektar pro Jahr, und deswegen auch natürlich die Betonung von uns auf der Solarenergie liegt. Der Faktor, der dazwischenliegt, ist fast 300. Und selbst mit einem Kettenwirkungsgrad von 50 Prozent bei zum Beispiel Wasserstoffgewinnung, damit man das Zeug auch speichern kann, sind wir immer noch weit über 100 für einen Faktor. Und daher eben diese Verhältnismäßigkeit. Bei kombinierter Agri-PV natürlich, da kann man da besser werden, sicherlich, bei der Windenergie im Übrigen noch mal viel besser, weil die Leistungsfähigkeit der Agrarflächen wird ja überhaupt nicht beeinträchtigt, wenn da eine Windkraftanlage steht. Das ist noch mal eine Größenordnung größer. Und deswegen – schauen Sie in unsere Papiere, auch in meine eigene Studie zur 100-Prozent-Erneuerbare-Energien-Versorgung – haben wir Bioenergie auf dem Schirm, es kann aber nicht sein, dass wir dafür Maisäcker anbauen und die abholzen und dann zu Bioenergie machen. Das funktioniert nicht. Da sind wir besser beraten mit anderen Energieformen. (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
