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Christine Klingohr

SPD 28.01.2022 Sitzungen 8/10

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Einmal vorweggesagt, Herr Damm, ich glaube, wir haben den Antrag alle richtig gelesen. Die Zeit dafür hatten wir. (Beifall Bernd Lange, SPD) Und wenn Sie sagen, es ist sehr differenziert, darauf zielte meine Frage nicht und auch die Ausführungen von Herrn Koplin nicht, wir haben schon geschaut, es steht im Antrag erst mal, die unter 18-Jährigen. Und ich darf das genauso sagen: Wenn wir jetzt über nur die 5- bis 11-Jährigen heute reden, dann hätte ich mir auch gewünscht, dass das bei Ihnen im Antrag präzisiert wird. So viel einmal vorweg. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Die Pandemie hält uns seit Monaten, schon bald seit zwei Jahren in Atem. Tiefgreifende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, die massiv das Leben, unsere Arbeit und den Alltag aller Menschen verändert haben, waren notwendig, notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und nicht zuletzt, um Menschenleben zu retten. Das gilt nicht nur für besonders gefährdete Gruppen, sondern wir wissen, auch für Ältere und Jüngere gleichermaßen. Die Zahlen haben wir davon eben von der Ministerin gehört. Wir hatten am Mittwoch bereits eine lange Debatte rund um die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie. Ich werde mich daher auch heute dazu kurzhalten. Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe es als großen Glücksfall empfunden, dass nach relativ kurzer Zeit, was im Übrigen einmalig ist, Impfstoffe entwickelt wurden, die hoch wirksam und gut verträglich sind. Die Impfstoffe sind die beste Maßnahme, wie wir auch gemeinsam alle herausgearbeitet haben, im Kampf gegen Corona. Ich begrüße daher den Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der dieses Thema aufgreift. Ich sehe das als Zeichen der gemeinsamen und breiten Annahme unserer politischen Verantwortung in dieser schwierigen Lage. Dafür zunächst vielen Dank! Dennoch hat sich der Antrag durch die Entscheidung der Ständigen Impfkommission, so, wie meine Vorredner und auch die Ministerin angeführt haben, vor rund zwei Wochen überholt. Ziel des Antrags ist, was ich da rausgelesen habe, dass auch die unter 12- bis 17-Jährigen Auffrischungsimpfungen bekommen können. Das können sie laut STIKO-Empfehlung seit dem 13. Januar. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat diese Empfehlung sofort umgesetzt. Und für die 5- bis 11-Jährigen warten wir sicherlich alle auf die STIKO-Empfehlung. Doch bevor die nicht da ist, werden wir auch diese Empfehlung nicht herausgeben können und Ihren Antrag heute ablehnen. Ich möchte aber an dieser Stelle nochmals die Gelegenheit nutzen, um noch einmal hier heute Nachmittag auch an alle zu appellieren: Lassen Sie sich impfen! Noch immer ist die Impfquote im Land nicht hoch genug, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen. Mit den Impfstoffen haben wir die Möglichkeit, die Gesundheit zu schützen und Leben zu retten. Das setzt aber voraus, dass möglichst alle mitmachen. Deswegen werbe ich dafür, kleiner Piks für große Wirkung. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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