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Hannes Damm

GRÜNE 28.01.2022 Sitzungen 8/10

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Ich möchte mich erst mal bedanken, dass Sie den Antrag sozusagen vollständig gelesen haben. Ich finde es trotzdem schade, dass Sie auch gerade als Freie Demokraten zu dem Entschluss kommen, zu dem Sie gekommen sind, weil es geht ja da ausdrücklich darum, den Menschen mehr Freiheiten, mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Und ich urteile nicht über Ihre Tochter, ob sie da jetzt impft oder nicht. Das ist ja genau ihre Entscheidung, und auch das beschneidet der Antrag nicht. Ich bin auch Vater und meine Entscheidung ist eben anders, aber dann muss ich mich eben ins Auto setzen und nach Brandenburg fahren. Und das ist die Frage, ob wir das wollen. (Ministerin Stefanie Drese: Oder zum Kinderarzt.) Und das betrifft auch die impfenden Ärzte. Ich kann Ihnen mal einen Chat irgendwie zeigen, wo die Impfärzte drinsitzen und die Eltern, die sich gern impfen lassen wollen, auf Twitter. Das ist eben die Realität. Da ist ein Wille und da gibt es einen Weg, und das sind Arztpraxen, die organisieren mit einem Heidenaufwand Off-Label-Impfungen für sehr, sehr viele Menschen, und die schwimmen weg. Die sagen, wir schaffen es nicht, es tut uns leid, wir arbeiten am Limit. Und so was würde eben dieses als Gewissensentscheidung – wie Sie auch sagen, bei Ihrer Tochter ist es ja nicht anders –, das als Gewissensentscheidung zu ermöglichen im Off-Label-Use in den staatlichen Impfstellen, das ist eine Ansage, dann dürfen die Ärzte das Gespräch suchen, die Eltern, und dann können sie sich frei entscheiden. Deswegen finde ich es besonders schade, dass Sie da nicht mitgehen können.

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