landtag-mv.de ↗

Mandy Pfeifer

SPD 28.01.2022 Sitzungen 8/10

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich muss sagen, es ist schon herausfordernd, jetzt nach so einer emotionalen und breiten Debatte die erste Rede im Landtag zu halten und zu versuchen, noch mal einen neuen Aspekt da reinzubringen. (Nikolaus Kramer, AfD: Sie werden schon nicht baden gehen.) Aber Herr Minister Glawe hat ja um eine Positionierung meiner Fraktion gebeten, und die will ich hier gerne auch noch mal vortragen, wenn ich auch versuchen werde, mich kurzzufassen. Schwimmenlernen im Kindesalter ist in einem Land mit einer unverwechselbaren Wasser- und Seenlandschaft wie der unsrigen dringend notwendig, das ist unbestritten. Es hat in den vergangenen Jahren verschiedene Initiativen gegeben, um die Sicherheit von Kindern am Wasser zu erhöhen. Ich erinnere zum Beispiel mal an Max und Vivi, die in kindgerechter Art und Weise die Baderegeln erklären. Und, Herr Glawe, Sie durften das ja mit der Gesundheitsabteilung übernehmen, und deshalb wissen Sie auch, dass es der SPD noch nie egal war, ob Kinder in diesem Land schwimmen lernen oder nicht. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD – Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) In Mecklenburg-Vorpommern ist der Schwimmunterricht richtigerweise zuerst einmal Teil des Sportunterrichts im Grundschulbereich. Das Programm „MV lernt schwimmen!“ wurde zusammen mit den schwimmsporttreibenden Vereinen und Verbänden entwickelt, um ein Angebot zu entwickeln, den Schwimmunterricht zu kompensieren, der unter Corona-Bedingungen nicht erteilt werden konnte. Und dass das Schwimmenlernen weiter ein wichtiges Thema ist und ein wichtiges Thema bleibt, dazu haben sich SPD und LINKE im Koalitionsvertrag klar positioniert. Nicht nur in der bereits von Herrn Albrecht zitierten Ziffer 288, sondern auch in der Ziffer 459 gibt es klare Bekenntnisse zu diesem Thema. Beide Ministerinnen haben Ihnen sehr engagiert vorgetragen, dass sie schon längst am Ball sind und dass sie daran arbeiten. (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Und, Herr Glawe, jetzt will ich Ihnen auch noch mal sagen, warum es so wichtig ist, dass das Thema Schwimmen zuerst einmal im Grundschulbereich angeordnet ist. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass das da richtig ist, (Zuruf von Harry Glawe, CDU) weil die Frage des Schwimmenlernens im Schulunterricht dann keine freiwillige Entscheidung mehr bleibt. (Marcel Falk, SPD: Sehr gut! – Jeannine Rösler, DIE LINKE: Genau.) Sie ist nicht abhängig von den zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten der Eltern, sie ist auch nicht abhängig vom ehrenamtlichen Engagement, sondern wir haben dort Leute, die fachkundig den Kindern das Schwimmen beibringen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und Sie haben jetzt den engagierten Vortrag von Frau Ministerin Oldenburg erlebt. (Harry Glawe, CDU: Aha!) Ich lade dazu ein, dass – Sie haben auch gehört, dass Frau Ministerin Drese das Programm „MV kann schwimmen!“ verstetigen wird – ich …. (Torsten Renz, CDU: Na, das war nicht engagiert, das stimmt. – Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU) Das war auch sehr engagiert. (Unruhe vonseiten Fraktion der SPD) Ich finde, 150.000 im Vergleich zu dem, was Sie jetzt zitiert haben, das ist schon eine Hausnummer. Wir sind gerne auch bereit, darüber zu reden, ob es nach Corona dieses Programm weiter geben muss, aber an dem Zeitpunkt sind wir jetzt noch nicht. Ich finde, wir müssen uns anhören, welche Pläne konkret bestehen, insbesondere im Schulbereich, um dort für alle Kinder das Schwimmenlernen zu organisieren. (Torsten Renz, CDU: Genau.) Deswegen braucht es Ihren Antrag aktuell nicht (Zuruf von Torsten Renz, CDU) und deswegen werden wir ihn ablehnen. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

Alle Reden von Mandy Pfeifer Protokoll ↗