Simone Oldenburg
Nee, ich möchte erst zu Ende reden, (Harry Glawe, CDU: Was ist denn Gegenstand des Antrages?) und dann kann ich gerne, beantworte ich gerne alles. Das ist ganz wichtig, dass wir dort gemeinsam ... (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Nee, nee, Herr Glawe, wer hier was durcheinandergebracht hat, waren Sie mit Ihrer Rede und mit Ihrem Antrag. (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Und nicht wenige Redner danach haben auch zwei Sachen miteinander vermischt, und das kann man nicht tun. Ihr Antrag heißt „Ferien-…“ (Unruhe vonseiten der Fraktionen der AfD und CDU – Zurufe von Enrico Schult, AfD, und Sebastian Ehlers, CDU) Ihr Antrag heißt „Ferien-Schwimmlernprogramm“. (Zurufe von Martin Schmidt, AfD, und Harry Glawe, CDU – Glocke der Vizepräsidentin) Das steht hier. (Harry Glawe, CDU: Ja, ist gut.) Nee, also den Antrag habe ich nun wirklich nicht geschrieben. Also den Schuh müssen Sie sich anziehen, dass das Ihr Antrag ist! (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Und wenn es sich um ein Ferien-Schwimm… Sie haben doch noch Redezeit. Hören Sie doch da auch einfach auf zu blubbern, sondern hören Sie zu! (Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU) Anscheinend haben Sie Bedarf. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD – Nikolaus Kramer, AfD: Oha!) So, und das eine ist der Sozialbereich, der das Ferien-Lernschwimmprogramm verantwortet, und das andere ist der Bereich des Bildungsministeriums, was den Unterricht in der Schule dann zu verantworten hat. Und hier gibt es bereits eine Erhebung: Welche Schwimmstätten gibt es? Wo kann überall schwimmen gelernt werden? Weil wir uns das nämlich auch gefragt haben, dass die Schwimmhallen natürlich nicht reichen, aber wir Möglichkeiten haben mit kleineren Bädern in, zum Beispiel, was weiß ich, in Urlaubsregionen, in Tarnewitz, bei uns in der Gegend, da gibt es eine Möglichkeit, in Hotels gibt es eine Möglichkeit. Das alles ist schon erhoben worden und wird gemacht. Und es gibt auch schon ein Programm, das in Schwerin durchgeführt wurde, sehr erfolgreich, im letzten Jahr. Und es gibt auch nicht mehr nur das „Seepferdchen“, sondern die Kinder, der gesamte Schwimmunterricht, Herr Glawe, ist aufgebaut, (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Schwimmfertigkeiten zu entwickeln, dass bis zum Ende der 4. Klasse eigentlich das Schwimmabzeichen in Bronze erreicht werden muss, weil „Seepferdchen“ alleine ist tatsächlich zu wenig. (Zuruf von Harry Glawe, CDU) Da haben wir in der letzten Legislaturperiode – da war das die CDU, die den Antrag abgelehnt hat, als ich es eingebracht habe –, dass wir gesagt haben, „Seepferdchen“ alleine reicht nicht. Bei Ihnen war Herr Manthei auch sehr viel dafür unterwegs, was auch sehr gut ist. Ich möchte darum bitten, dass wir das auseinanderhalten, was derzeit auseinanderliegt: (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) ein Ferien-Lernprogramm und der Unterricht. Das kann auch nicht miteinander verwechselt werden. Und noch mal: Ausbau der Ferien-Lernprogramme – das geht gar nicht, weil wir nur sechs Wochen Sommerferien haben und diese sechs Wochen im letzten Jahr voll gewesen sind mit den gesamten Kursen. Das heißt, die Rettungsschwimmer haben tatsächlich dort die sechs Wochen durchgearbeitet, also ganz großes Lob, was dort wirklich – und das möchte ich noch mal betonen –, was unter der vorherigen Landesregierung schon aufs Gleis gesetzt worden ist, dass man das nicht noch mal neu erfinden muss. Und dass es wirklich erfolgreich ist, das möchte ich auch hier an der Stelle betonen, und dass man das ausbauen kann, forcieren kann. Aber das ist nur das eine, wichtig ist mindestens genauso der Schwimmunterricht, und das kann beides – in der Schule –, das kann beides nicht durcheinandergebracht werden. Und für den Schwimmunterricht, für die Erweiterung, für das Nachholen auch innerhalb der Schule stehen 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Wie gesagt, es gibt ein Modellbeispiel aus Schwerin, das jetzt überlegt wird in einer Arbeitsgruppe – auch mit DLRG, Landessportbund und, und, und, alle waren zusammen, gerade vor 14 Tagen –, dass wir dort das auf andere Regionen übertragen können. Kurz zusammengefasst heißt das, dass Schwimmkurse oft effektiver sind als das Schwimmenlernen einmal die Woche für zwei Stunden. Und Schwerin hat es vorgemacht in einem wirklich hervorragenden Programm, dass die Kinder fünf Tage am Stück Schwimmunterricht hatten und alle mit Schwimmfertigkeiten, über 80 Prozent mit mehr als dem „Seepferdchen“ diese Kurse dann vollendet haben und beendet haben. Das ist ganz doll Erfolg versprechend, hat aber mit dem Antrag heute nichts zu tun. (Harry Glawe, CDU: Na worüber reden wir denn dann?!) Ich wollte das nur noch mal zur Klarstellung hier sagen. – Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
