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Hannes Damm

GRÜNE 27.01.2022 Sitzungen 8/9

Vielen Dank, für Ihre Großzügigkeit, sehr geehrte Frau Präsidentin! Weil es ist mir auch ein Anliegen, qualitativ hochwertige Kurzinterventionen dann sozusagen zu hören und irgendwie auch versuchen zu beantworten. Es ist ein richtiger und wichtiger Punkt, dass dafür diese Voraussetzungen gegeben sein müssen beziehungsweise geschaffen werden müssen. Da sehe ich aber ehrlich gesagt uns auch als Gesellschaft in der Verantwortung. Und ich weiß, dass die Partei der LINKEN da auch eigentlich total dabei ist. Deswegen schätze ich ja, dass Sie sich diese Gedanken machen. Ich weiß aber nicht sozusagen, warum man dann hier nicht überlegt, ob und wie man das als Gesellschaft möglichst abfedern und gewährleisten kann, wenn es doch die richtigen Schritte möglicherweise sind. Und ich tue mich einfach schwer damit, jetzt in der Frage der Krise, wo man vielleicht Lösungen finden muss, aber auch allgemein für alle anderen Eltern dann zu sagen, okay, wir haben keine gute Lösung für alle, deswegen nehmen wir sozusagen den Rest irgendwie auch mit in Sippenhaft. Die müssen dann ihre Kinder da auch in die Schule geben, obwohl sie es ermöglichen könnten. Und uns geht es genau darum, dass wir es ermöglichen, den Eltern, die das schaffen können, die das möchten. Und da ist ja auch immer eine gewisse Balance, also wie sehr möchte man was, damit man es schaffen kann. Und es werden nicht alle schaffen, die es möchten, da bin ich bei Ihnen. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Das ist eine soziale Frage.) Aber warum machen wir es andersherum unfair und sagen, es können nicht alle schaffen, deswegen verbieten wir es allen. Das ist auch nicht gerecht. Und da bin ich nicht abschließend bei einer Entscheidung oder bei einer Lösung. Ich weiß, dass der Antrag diese sozialen Probleme nicht löst, das habe ich ja mehrfach gesagt, aber es würde eben die andere Ungerechtigkeit, soweit das eben geht, auflösen. Und bei uns jetzt mal persönlich ist es auch ein Problem. Meine Frau, die hat sich mit mir abgestimmt, ich habe meine Promotion unterbrochen, meine Frau hat jetzt ihr Staatsexamen das zweite Mal im Jahr verschoben. Das sind reale Probleme, das ist unfair für Eltern mit Kindern, die haben oft genug schon zu leiden, Eltern mit Kindern. Die müssen mehr Unterstützung von der Gesellschaft bekommen als die anderen. Und da hoffe ich sozusagen, mit Ihnen zusammen irgendwie in Zukunft Lösungen zu finden, insbesondere für die Problemkinder, die es ohne Zweifel gibt und die davon nicht profitieren würden, wenn die Schulen zu sind. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Jeannine Rösler, DIE LINKE: „Problemkinder“ ist auch so ein Wort.)

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