Enrico Schult
Ja, vielen Dank, Herr Kollege Damm! Es kommt nicht so oft vor, dass wir als AfD der Regierung hier vollumfänglich beipflichten. In diesem Fall ist es so. Wir meinen, die Präsenzpflicht oder dass wir die Hemmschwellen, die Präsenzpflicht auszusetzen, herabsenken, dass das nicht der richtige Weg ist und dass wir durch dieses Phasen-Modell durchaus jetzt die Möglichkeit haben, dort zu reagieren auf diese Omikron-Variante, die meines Erachtens auch nicht so schwer verläuft. Und dieses Schreckensbild, was Sie hier zeichnen, das kann ich nicht teilen. Das zeigen ja auch Infiziertenzahlen oder die Krankenhausbelastung. Ich würde allerdings Ihnen eine Frage stellen, nein, die darf ich gar nicht stellen. Das ist okay, dann muss ich das ein bisschen umformulieren. Ich gebe ganz eindeutig zu bedenken, dass, wenn wir jetzt diese Schwelle abbauen, wenn wir es jetzt den Eltern gestatten, eigenmächtig alleine zu entscheiden, die Kinder zu Hause zu lassen ohne Antrag, ohne dass das Gesundheitsamt das bescheiden muss, dass es dann in vielen Familien zu so einer Art Laissez-fair-Taktik-Situation kommt, die dann sagen, Mensch, ich lass mein Kind zu Hause. Und das ist vielleicht nicht, dass sie gar nicht so ängstlich sind wie Sie, sondern dass einfach der Weg gegangen wird, der bequemste Weg. Und daher ist es meines Erachtens und auch die Position der AfD, dass wir diese Präsenzpflicht so lange wie möglich aufrechterhalten sollten und dass wir die Entscheidung, ob Präsenzpflicht Ja oder Nein, nicht den Eltern überlassen sollten, sondern dass es das Gesundheitsamt tun sollte. – Danke schön!
