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Simone Oldenburg

27.01.2022 Sitzungen 8/9

Gerne. Das habe ich auch nicht in Abrede gestellt, dass Sie für die Präsenzpflicht stehen. Ich stelle in Abrede, dass das in dem derzeitigen Prozess etwas Förderliches ist, sie aufzuheben, und sie wird aufgehoben oder soll aufgehoben werden durch diesen Antrag. Und das ist nicht förderlich für die gesamte Entwicklung, in der wir uns jetzt als Land und im Bund überhaupt in den Schulen befinden. Wer soll die Schülerinnen und Schüler, die sich entscheiden, zu Hause zu bleiben, unterrichten? Wer soll sie unterrichten? Wem bürden Sie diese Verantwortung auf? Sie sagen, die Eltern brauchen ihre Verantwortung, aber gleichzeitig geben Sie damit eine riesige weitere Verantwortung und eine Überlastung auf die Lehrerinnen und Lehrer. Das muss man, das muss man verstehen, das muss man wissen. (Anne Shepley, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Nein.) Doch, doch! (Zuruf von Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Lehrerinnen und Lehrer leisten hier eine enorme Mehrarbeit. Selbstverständlich sind sie verpflichtet, die Schüler zu unterrichten, die zu Hause bleiben. Selbstverständlich! Das heißt, eine einzige Lehrkraft muss auf vielen verschiedenen Ebenen dann arbeiten. Das können wir nicht wollen. Das haben wir in der ersten Phase der Pandemie gemacht, und das haben, da haben die Lehrerinnen und Lehrer mehr Arbeit, und wirklich bis zur Aufgabe mussten sie das machen, weil ich das, was ich alles erwähnt habe, das muss alles ein Lehrer machen, die in Präsenz, die in der Notbetreuung, die zu Hause, die in der Quarantäne, das alles. Das können wir nicht wollen. Wenn wir wollen, dass die Eltern ein Recht haben, weiter noch zu bestimmen, dann muss man auch sehen, was das dann für Folgerungen für alle anderen an dem Prozess Beteiligten hat. (Christiane Berg, CDU: Aber immer ruhig bleiben! – Zuruf aus dem Plenum: Genau, immer ruhig bleiben!)

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