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Simone Oldenburg

17.12.2021 Sitzungen 8/6

Gemach, gemach! Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Nein, mich hat es nicht mehr auf dem Platz gehalten, nachdem Frau Wegner geredet hat. Ich hätte, ich habe sehr oder eigentlich habe ich mir gewünscht, Frau Wegner, Sie wären nur nach vorne gegangen, um Wasser zu trinken, (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD und Wolfgang Waldmüller, CDU) denn Ihre Rede war wirklich nicht, wirklich nicht so doll. Alles das, was Sie gesagt haben, das wird doch schon längst gemacht. Es wird, die Pausenzeiten werden entzerrt, wir haben versetzten Unterricht, Wechselunterricht. Das ist alles, was Sie aufgezählt haben, was gang und gäbe ist an 506 Schulen und natürlich auch an den Schulen in freier Trägerschaft, also an über 600 Schulen. Stellen Sie nicht etwas dar, als würde hier nicht jeder etwas geleistet haben! Es ist alles nicht optimal, aber ich möchte einfach mal betonen: Wir haben eine Krise. Auf der einen Seite wird eine Krise beschrieben, auf der anderen Seite wird so getan, als müsste alles normal weiterlaufen. Das geht nicht! In einer Krise gibt es einen Krisenmodus, und ich bin wirklich erstaunt darüber, was Sie hier gesagt haben, dass es eben keinen Wechselunterricht gibt, dass es keine versetzten Pausenzeiten gibt, und alles ist ganz einfach zu machen. Wissen Sie, ich bin Aufsichtsratsmitglied bei den Busbetrieben in Nordwestmecklenburg. Wenn wir jetzt sagen, wir setzen mehr Busse auf die Straße, soll ich Ihnen sagen, wir haben keinen einzigen Bus mehr und wir haben auch keinen einzigen Busfahrer mehr. Das heißt, wie will ich Schülerverkehr entzerren? Und das bisschen, was noch da war, das ist längst auf den Straßen. Auch das wird seit zwei Jahren gemacht. Also hier sich hinzustellen und zu sagen, es gibt so viele Möglichkeiten, wie es viel einfacher geht, nein, diese Möglichkeiten sind alle wirklich bedacht worden von Lehrerinnen und von Lehrern, von den Schulträgern, die Enormes geleistet haben. Die Eltern ziehen an einem Strang, und da ist es ganz wichtig, dass wir wirklich ernsthaft darüber diskutieren, wie kann man noch etwas verbessern, und keiner weiß von uns, es sei denn, er ist ein Virologe, wie es hier im Januar weitergeht und welche Sachen auf uns zu schwappen und ob Sachen auf uns zu schwappen. Das weiß keiner, und deswegen ist es ganz wichtig, dass wir jeden Strohhalm suchen, um dann für die Kinder, für die Jugendlichen das Leben noch sicherer zu machen und sie zu schützen, denn das ist unsere Aufgabe. Die Kinder schützen sich alleine wesentlich schlechter als wir Erwachsenen, und deswegen müssen wir dort unbedingt helfen. Und mich hat wirklich, wirklich gestört, dass Sie nicht anerkennen, was hier alle schon an Schule Beteiligten die letzten Monate geleistet haben! Und zur FDP möchte ich sagen, gerne auch noch mal Krise: Ich kann auch verstehen, dass Eltern nicht die Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern übernehmen. Aber glauben Sie, dass die Aussetzung dieser Präsenzpflicht für die kommenden zwei Tage irgendwo entstanden ist, weil wir alle Langeweile hatten und überlegt haben, was kann man machen? Nein, weil alle Landkreise und die beiden kreisfreien Städte darum gebeten haben, eine Erleichterung für die Gesundheitsämter zu haben, die bis an den Rand arbeiten, die Labore es nicht mehr schaffen, (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) die Tests dann auch auszuwerten, weil man gemeinsam in einer Krise handeln muss. Deswegen gibt es diese beiden Tage in der kommenden Woche. Und natürlich sage ich noch mal etwas zur Krise. Da müssen wir als Eltern auch eine doppelte Belastung haben, so wie die Lehrerinnen und Lehrer, so wie die Köche, die Verkäufer/-innen, die Paketboten. Wir haben alle eine zusätzliche Belastung. Und nur gemeinsam können wir durch diese Krise kommen. Und da ist es nicht sinnvoll, wenn man aufzählt, wer von wem hier die Aufgaben übernehmen soll. Das ist alles nicht schön, aber Krise ist nicht schön, sondern Krise ist dazu da, dass wir gemeinsam durchkommen. – Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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