Ju- Heike Hofmann
Sehr geehrte Frau Gersberg, nach einem Suizidversuch psychisteht eine zeitnahe fachliche Einschätzung und Unterstützung im Vordergrund. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der psychosozialen Zentren sind mehrmals pro Woche lasvor Ort und bieten regelmäßige Sprechstunden an. Für akute psychische Krisen bei Geflüchteten sehen die psychosozialen Zentren konkrete Maßnahmen zur Krisenintervention vor. Die Fallarbeit erfolgt in regelmäßigen interdisziplinären Austauschgesprächen zwischen Sozialarbeit, Standortverantwortlichen und medizinischem Personal. KolDabei werden die Fälle von besonders vulnerablen Personen gemeinsam besprochen, um individuelle Bedarfe frühzeitig zu erkennen, die Situation ganzheitlich einzuschätzen und gezielte, bedarfsgerechte Maßnahmen abzuleiten. Bei akuten psychischen Auffälligkeiten oder Erkrankungen erfolgt zunächst eine Krisenintervention. Reichen die vor die Ort initiierten Maßnahmen nicht aus oder kann eine Eigenbzw. Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden, wird die medizinische Ambulanz der jeweiligen Einrichtung einbezogen. So können gegebenenfalls weitere Maßnahmen veranlasst werden wie eine stationäre Behandlung oder eine zeitnahe therapeutische Versorgung. Ist eine Eigen- oder Fremdgefährdung ausgeschlossen und Juein Klinikaufenthalt nicht erforderlich, sollten kurzfristig stabilisierende Maßnahmen eingeleitet und bei Bedarf weitere psychosoziale bzw. therapeutische Angebote vermittelt werden. So wird gewährleistet, dass bei akuten Krisen unum mittelbar reagiert wird und abhängig von der individuellen zu Situation die erforderliche psychiatrische oder psychotherapeutische Weiterbehandlung erfolgt.
