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Stefanie Klee

CDU 03.09.2026 Sitzungen 21/75

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“ Dieser Satz aus unserer Hessischen Verfassung ist klar und unmissverständlich. Gleichstellung ist aber kein Thema, für das nur Frauen kämpfen sollten. Sie ist kein Projekt einzelner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter und auch keine Aufgabe, die allein die Politik lösen kann. Gleichstellung erreichen wir nur, wenn die gesamte Gesellschaft sich dafür einsetzt. Der siebte Bericht zur Umsetzung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes zeigt, dass wir in Hessen auf einem guten Weg sind. Der Frauenanteil in der hessischen Landesverwaltung liegt bei 60,4 %. Ja, viele sind noch in Teilzeit, aber die Vollbeschäftigtenzahl steigt immer mehr und ist so hoch wie noch nie. Das zeigt sich auch bei den Landesbeamten. Ja, es ist noch Luft nach oben. Aber auch bei den Richtern der Besoldungsgruppe R ist der Frauenanteil zwischen 2019 und 2024 von 42,3 % auf 48 % gestiegen. Die Zahlen zeigen es, der Trend geht in die richtige Richtung. (Beifall CDU und SPD) Aber es geht nicht nur um Zahlen. Der Bericht zeigt auch, dass sich die Kultur innerhalb unserer Verwaltung verändert. Wir haben transparente und standardisierte Auswahlverfahren. Stellen werden grundsätzlich als teilbar ausgewiesen. Auswahlverantwortliche werden für unbewusste Vorurteile sensibilisiert. Es gibt Mentoringprogramme, Führungskräftezirkel, Fortbildungsangebote und Maßnahmen zur Potenzialförderung. Genau das ist so wichtig. Ich habe über viele Jahre selbst Personalverantwortung gehabt und Frauen in ihrem Berufsleben begleitet. Männer ins Berufsleben einsteigen, ist es zum größten Vollzeit, und das bis zur Rente. Bei Frauen sieht es anders aus. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie Änderungsverträge Frauen bei sich zu Hause liegen weil sich die Stundenzahlen verändern. Deswegen ist weiterer wichtiger Fortschritt: Führung und Teilzeit immer weniger als Widerspruch betrachtet. Flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten sich etabliert. Auch Führungsmodelle in Teilzeit zunehmend als moderne und gleichwertige Formen Führung anerkannt. Der Bericht stellt fest, dass der sogenannte Anwesenheitsmythos bei Führungskräften deutlich an Bedeutung verloren hat. Das ist ein Kulturwandel. Gleichzeitig nimmt Hessen stärker die bensphase in den Blick, in der Menschen Verantwortung für andere übernehmen. Elternzeit, Pflegezeit oder zeit dürfen keine Karrierebremse sein. Rückkehrgespräche, Kontakthalteprogramme, Reboarding-Angebote und ble Arbeitszeiten sind deshalb so wichtige Instrumente. Es gilt der Grundsatz: Elternzeit, Pflegezeit oder dürfen sich nicht negativ auf eine dienstliche Beurteilung auswirken. Das ist familienfreundliche Personalpolitik. (Beifall CDU und SPD) Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Bericht zeigt auch, wo wir weiterarbeiten müssen. Je höher die dungs- und Führungsebene, desto geringer ist noch der Frauenanteil, während Teilzeit überwiegend von en wahrgenommen wird. Deshalb dürfen wir uns nicht dem Erreichten ausruhen. Aber es kann auch nicht Verantwortung beim Staat abgeladen werden. Politik gute Rahmenbedingungen schaffen. Am Ende handeln Paare daheim am Küchentisch aus: Wer reduziert Arbeitszeit für die Kinder? Wer übernimmt die von Angehörigen? Wer übernimmt welche Haushaltstätigkeiten? Zu unserer heutigen Lebenswirklichkeit gehört, dass alte Leitbild des alleinverdienenden Ehemanns überholt In vielen Partnerschaften tragen beide zum Familieneinkommen bei. Wenn sich die Lebenswirklichkeit verändert, muss auch unsere gesetzliche Rahmenbedingungen halten. Genau das tun wir zum Beispiel auch mit der rung im Besoldungsrecht und dem Familieneinkommensmodell. Es gehört eben dazu, dass einer Mutter eine Führungsposition genauso selbstverständlich zugetraut wird wie Vater, dass Care-Arbeit nicht automatisch Frauensache und dass junge Frauen und Männer wissen: Euch steht gleiche Weg offen. Der Bericht zeigt: Hessen hat viel erreicht. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen werden weiterentwickelt, Führung wird flexibler gedacht, und Frauen erhalten re Entwicklungsmöglichkeiten. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SPD)

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