Sandra Weegels
Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, als wir auf Verlangen unserer Fraktion in einer Sondersitzung des Innenausschusses die Ereignisse im Freibad von Gelnhausen aufgearbeitet wissen wollten. Da bei solchen Ereignissen bei einigen politisch Verantwortlichen immer ein auffälliges Kurzzeitgedächtnis zu bemerken ist, seien die Ereignisse hier noch einmal kurz in Erinnerung gerufen. (Unruhe – Glockenzeichen) Eine Gruppe syrischer Asylanten hatte in aller Öffentlichkeit in einem vollen Schwimmbad eine Vielzahl von sexuellen Übergriffen auf Frauen und junge Mädchen begangen. Das jüngste Opfer war gerade einmal elf Jahre alt. In einer Sondersitzung wollten wir auch wissen, wie Sie, Herr Staatsminister, die Sicherheit in unseren Freibädern erhöhen und die einheimische Bevölkerung vor den Übergriffen insbesondere von Asylanten schützen wollen. Wir haben damals gehört, dass die Sicherheitslage in unseren Freibädern, abgesehen von ein paar bedauerlichen Einzelfällen, doch eigentlich ganz wunderbar sei. (Klaus Gagel (AfD): Alles Einzelfälle!) Wir haben, wie üblich, viel von runden Tischen, von beitskreisen, von Einbeziehungen von Schwimmbädern die KOMPASS-Programme gehört, die üblichen also, die suggerieren sollen, dass die Landesregierung im Griff habe. (Unruhe) – Ich kann irgendwie mein eigenes Wort kaum verstehen, weil auf der Regierungsbank bei diesem wichtigen gesprochen wird. (Beifall AfD – Glockenzeichen) Für die Freibadsaison 2026 sieht das dann etwa wie aus. Frankfurt, Freibad Eschersheim: sexuelle Belästigung einer 17-Jährigen. Kriftel, Parkbad: sexueller Missbrauch von zwei 13-jährigen Mädchen und anschließender stand des Täters gegen Polizeibeamte. Griesheim: Belästigung einer 20-Jährigen mit anschließender verletzung und Angriffen auf Mitarbeiter, was dazu dass das Bad vorübergehend geschlossen wurde. Meine Damen und Herren, das eben Vorgetragene ist nicht die Bilanz eines ganzen Sommers, nein, das ist Bilanz eines einzigen Wochenendes im Juni. Es also ganz offensichtlich so zu sein, als hätte die regierung doch nicht so konsequent gehandelt, wie insbesondere ihr Innenminister vorgegaukelt hat. (Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos)) Wir werden vermutlich gleich wieder die ewig Floskeln der Beschwichtigung, der Verharmlosung der blemgröße und des Vorwurfs der politischen Instrumentalisierung hören. Das kennen wir ja schon. Herr Minister, werte Kollegen der Altparteien, lassen sich eines gesagt sein: (Elke Barth (SPD): Es gibt keine Altparteien!) Damit können Sie vielleicht weiterhin sich selbst vormachen, aber die hessischen Bürger sind dieses „Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen“ schlichtweg leid. (Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos)) Die Belästigungsopfer von übergriffigen Asylanten, unserem Land nichts zu suchen haben, sind es leid. Die tern, die ihre Kinder nicht mehr ohne Angst in von siven Okkupanten bevölkerte Freibäder schicken und sich um private Pools bemühen, sind es leid. (Beifall AfD und Maximilian Müger (fraktionslos)
