Dimitri Schulz
Verehrtes Präsidium, liebe Kollegen! Die Deutschen aus Russland sind keine Einwanderer, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen in ein Land geflohen sind, zu dem sie keinerlei kulturellen und biografischen Bezug haben. Nein, die Deutschen aus Russland sind in ihre historische Heimat zurückgekehrt, (Beifall AfD) nachdem sie fast ein Jahrhundert lang wegen ihrer ethnischen Herkunft kommunistischem Terror und Verfolgung ausgesetzt waren. Es ist unterstützenswert, dass die Union die Quotenregelung nun novellieren will. Es war vollkommen unsinnig, die Deutschen aus Russland nach denselben Quoten auf die Landkreise zu verteilen wie Asylbewerber. Außerdem haben die wenigen Deutschen aus Russland, die jetzt noch hierherkommen, fast alle schon Verwandte hier. Diese können ihnen bei geeigneter geografischer Nähe bei der Eingliederung helfen. Es gilt – wie ganz richtig festgestellt wurde –, auch die verwandtschaftlichen Wünsche und Bindungen der nach Hessen verteilten Personen zu berücksichtigen. Das ist unterstützenswert, aber leider nur eine kosmetische Korrektur. Sie ändert nichts an der jahrelangen gezielten Diffamierung der Deutschen aus Russland in sem Land. (Beifall AfD) Den von der Landesregierung großspurig angekündigten Lehrstuhl für die Geschichte der Heimatvertriebenen Aussiedler gibt es immer noch nicht. Der existierende Schwerpunktbereich für die Erforschung unserer Geschichte ist im besten Fall ein rein symbolpolitisches Prestigeprojekt – im schlimmsten Fall gar Teil der Diffamierungskampagne. Laut der Universität Gießen soll dieser Schwerpunktbereich – ich zitiere – „die Integration der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedler seit dem Zweiten Weltkrieg mit weiteren, für Deutschland und Hessen besonders tigen Migrationsbewegungen vergleichend untersuchen“. Es geht also darum, die Spätaussiedler mit nicht deutschen Migranten gleichzusetzen. Es geht darum, alle Leute sogenanntem Migrationshintergrund in einen Topf zu fen. (Zuruf Turgut Yüksel (SPD)) Das geschieht alles unter der Duldung der vermeintlich konservativen Union. Wir als AfD hingegen finden: che Gleichsetzungen sind nicht nur völlig ahistorisch geschmacklos, sie sind auch eine Verhöhnung der russlanddeutschen Opfer des Stalinismus; denn diese in Viehwaggons deportierten Menschen wurden diskriminiert, weil Deutsche waren – aus keinem anderen Grund. (Beifall AfD) Die illegale afroarabische Masseneinwanderung hingegen hat vor allem wirtschaftliche Gründe. Auch hat kein ger der unzähligen Afroaraber, die seit 2015 nach Deutschland kamen, deutsche Vorfahren. Deutschland war aus historischen Gründen das erklärte Ziel dieser ten, sondern wegen der üppigen Sozialleistungen Deutschlands. (Beifall AfD)
