Frank Lortz
Vielen Dank, Herr Hofmeister. – Das Wort hat der Abgeordnete Yanki Pürsün, FDP-Fraktion. Yanki, bitte. Yanki Pürsün (Freie Demokraten): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Entscheidend ist für uns, dass dieses Gesetz in der Praxis auch das hält, was es verspricht. Dazu gehören eine nachvollziehbare Verteilung, eine Unterbringung, die Integration unterstützt, praktikable Regelungen für die Kommunen und vor allen Dingen eine Finanzierung, die den tatsächlichen Aufgaben vor Ort gerecht wird. Die Fortschreibung dieses Gesetzes über das Jahr 2026 hinaus ist deshalb richtig. Das schafft Klarheit für die Betroffenen und für die Kommunen. Besonders freut uns die Stärkung der hessischen Fördereinrichtung für junge Zugewanderte in Hasselroth. Herr Hofmeister hat in der ersten Lesung völlig zu Recht darauf hingewiesen, welche positive Entwicklung der Standort seit dem Jahr 2022 genommen hat. Er hat es eben in der zweiten Lesung noch einmal angesprochen. Nur: Diese Entwicklung war damals keineswegs selbstverständlich. Als ein Aufnahmestopp den Sonderlehrgang in Gefahr brachte, waren wir Freie Demokraten diejenigen, die für seinen Erhalt gekämpft haben. (Beifall Freie Demokraten) Umso mehr freut uns, dass aus dem damaligen Sorgenkind inzwischen ein Vorzeigeprojekt der Landesregierung geworden ist. Dabei müssen wir allerdings auch den Bund im Blick behalten: Der „Garantiefonds Hochschule“ unterstützt junge Zugewanderte auf ihrem Weg in Studium und akademische Bildung. Für das Jahr 2026 ist das Programm gesichert; wie es danach weitergeht, ist Gegenstand der Haushaltsberatungen. Wenn wir Hasselroth stärken, müssen wir deshalb auch dafür sorgen, dass die Bildungs- und Beratungsstrukturen erhalten bleiben, die junge Menschen auf diesem Weg unterstützen. Denn Hasselroth zeigt, wie Integration gelingt: durch Bildung, durch Perspektiven, durch Aufstiegschancen und mit dem Ziel, dass Menschen möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen können. Wir werden dem Gesetzentwurf deshalb zustimmen und seine Umsetzung konstruktiv begleiten. (Beifall Freie Demokraten)
