Andreas Lobenstein
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Abgeordnete! „Bildung darf kein Glücksspiel sein“ – wollte das ernsthaft bestreiten? Wir jedenfalls nicht. bin den Kollegen der FDP sehr dankbar, dass sie Thema der Vergabe von Schulplätzen an weiterführenden Schulen als Aktuelle Stunde angemeldet haben, auch daran wenig bis nichts wirklich aktuell ist. Man muss Thema eher als jahrzehntelange bildungspolitische bezeichnen. Aber sei es drum. Wichtig ist doch nur, sich hier endlich etwas zum Besseren ändert. Das seit Langem praktizierte Losverfahren ist sicherlich eine ärgerliche und ungerechte Notlösung. Aber aus rer Sicht stellt sich die Frage, ob die Parameter Leistungsbereitschaft und Elternwille wirklich immer zusammenpassen. Ist es nicht vielmehr so, dass gerade in Großstädten Frankfurt, aber auch andernorts, der Elternwille zum gang auf ein Gymnasium das tatsächliche Leistungsvermögen des eigenen Nachwuchses nicht selten außer lässt, weil Eltern – durchaus nachvollziehbar – stets vermeintlich Beste für ihre Kinder wollen? Ich will an dieser Stelle aber auch eine Lanze für Eltern brechen, die sich meistens durchaus bewusst dass ihre Kinder nicht alle kleine verkannte Genies wenn sie keine Gymnasialempfehlung bekommen. Eltern wollen ganz einfach nicht, dass ihre Kinder lich an eine sogenannte Brennpunktschule geraten, ihnen unter Umständen eine Kultur der Leistungsverweigerung, babylonische Sprachvielfalt, Mobbing oder Gewalt drohen. (Beifall AfD) dass Meine Damen und Herren, das ist doch der wahre Grund, warum Eltern in Frankfurt ihre Kinder aufs altsprachliche Plätze humanistische Gymnasium schicken wollen – nicht, weil Wo sie auf einmal Fans des Lateinischen oder Altgriechischen des wären, was ich persönlich – so viel darf ich sagen – sehr bedauere, sondern weil man ein gesellschaftlich stabiles Umfeld für seine Kinder anstrebt. (CDU): (Beifall AfD) den Das wirkliche Spannungsverhältnis besteht insofern alSchul- so zwischen Elternwille und Grundschulempfehlung der einen Lehrkräfte. Diese fällt in der Regel sicherlich objektiver aus als die subjektive Einschätzung der Eltern, sollte aus unserer Sicht allerdings auch nicht zwingend das letzte die Wort sein wie in manchen anderen Bundesländern. Denn bei einer verbindlichen Grundschulempfehlung lastet auf den Lehrkräften ein ungeheurer Druck, wenn einzig ersvon dieser Empfehlung die weitere Schullaufbahn eines Bildung Kindes abhängig gemacht wird. Oft sind dann WidersprüLanche oder sogar Klagen die Folge, was viel Zeit und Energie erfordert. Davor müssen wir unsere Lehrkräfte schützen. 90/DIE (Beifall AfD) Wir fordern, die Zulassung zum Gymnasium auch über landesweit einheitliche Aufnahmeprüfungen zu regeln. Durchaus sinnvoll wäre es zudem, neben den Instrumenten der verbindlichen Grundschulempfehlung, wie sie von Kollege Lehrerverbänden immer wieder gefordert wird, sowie einer landesweit einheitlichen Aufnahmeprüfung noch die Möglichkeit eines Probeunterrichts an der jeweiligen Grundschule einzurichten, um eine bestmögliche Schulwahl treffen zu können. In Bundesländern wie Bayern, Brandenburg Herren und Thüringen wird das bereits praktiziert. wer Ich (Beifall AfD) das Bei allem Respekt und Verständnis für den Elternwillen: Es kann nicht richtig sein, dass allein dieser sowie bei wenn Überbelegung der Wunschschule das Losverfahren dazu das führen, dass weniger leistungsstarke Schüler denjenigen Malaise die Plätze an Gymnasien wegnehmen, die nach sämtlichen dass objektiven Kriterien eindeutig viel eher für eine Schullaufbahn geeignet sind, die zur allgemeinen Hochschulreife führt. unseWir fordern die Landesregierung deshalb dringend auf, hier entsprechend tätig zu werden, am besten natürlich im Sinne unserer Programmatik. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. wie (Lebhafter Beifall AfD) ÜberAcht
