Nina Eisenhardt
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Lieber Herr Schmitz, möchte Ihnen zum Thema Departmentstrukturen aus Gutachten des Wissenschaftsrats zitieren: „Der Wissenschaftsrat geht davon aus, dass chisch flache Organisationsstrukturen für die senschaftliche Leistungsfähigkeit vorteilhaft und die individuelle Karriereentwicklung förderlich Solche oft als ‚Departmentstrukturen‘ bezeichneten Strukturen sind nach dem Verständnis des senschaftsrats gekennzeichnet durch eine Zahl an Hierarchie-Ebenen, ein arbeitsteiliges sammenwirken …“ Es ist der Wissenschaftsrat, der diese Departmentstrukturen empfiehlt, weil er eben auf die Studienlage zum Machtmissbrauch und Hierarchien eingeht. Zu sagen, gebe an deutschen Universitäten keinen Machtmissbrauch, das ist komplett realitätsfern. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Schauen Sie sich an, was die Kollegen in Nordrhein-Westfalen dazu aufgelegt haben. Das Problem ist die struktur, das doppelte Abhängigkeitsverhältnis. der promoviert, hat sowohl seinen Arbeitgeber als seinen Doktorvater oder seine Doktormutter in einer son. Wir sind in Hessen mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften vorbildlich unterwegs. Wir haben mit Promotionszentren genau darauf reagiert. Die Evaluation der Promotionszentren hat gezeigt, dass wir mit den schulen für angewandte Wissenschaften eine Struktur schaffen haben, die mit weniger Abhängigkeitsverhältnissen besser ist. Es gibt flachere Hierarchien und Machtmissbrauch. Ich verstehe nicht, wie man diese sachen ignorieren und hier etwas komplett Gegenteiliges erzählen kann. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich möchte noch etwas ganz Grundsätzliches sagen: werfen uns vor, wir würden nichts zur Lösung der me an den Hochschulen beitragen. Herr Schmitz, Entschuldigung, schauen Sie sich einmal die Evaluationsfragen die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und schung, Kunst und Kultur verschickt hat. Schauen Sie Ihren Koalitionsvertrag. Da steht nichts, was die Probleme an unseren Hochschulen lösen könnte. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
