Bijan Kaffenberger
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, wir sind jetzt in der Debatte ein bisschen abgeschweift. Ich habe zu Beginn meiner Rede versucht, Ihnen die Hand zu reichen und über einen gemeinsam erreichten Erfolg zu diskutieren, den wir jetzt durch den Ausbau fortsetzen. Das ist jetzt ein bisschen abgeglitten. Ich würde gern zur Debatte zurückkommen. Vor allem würde ich in einer wissenschaftspolitischen Debatte gern etwas tun, was in der Wissenschaft sehr wichtig ist, nämlich richtig zitieren. Aus dem Protokoll der damaligen zweiten Lesung des Gesetzentwurfs will ich den Beitrag Gernot Grumbachs, meines Vorgängers als wissenschaftspolitischer Sprecher, zitieren: „Unser Vorschlag war: Lasst uns gemeinsam den Druck zur Kooperation erhöhen, weil wir eigentlich alle der Meinung sind, dass es das bessere Modell ist. – Druck zur Kooperation heißt, den Unis zu sagen: Ihr habt noch eine Chance, und wenn ihr sie nicht nutzt, habt ihr relativ schnell das Gesetz im Kreuz. – Wir glauben, dass man in einem solchen Prozess auch das Ende bedenken muss. Zum Ende gehört, dass wir in Deutschland zwei unterschiedliche Klassen von Promotionen nicht haben wollen. Wir glauben, dass die Hochschulen für angewandte Wissenschaften durchaus in der Lage sind, gleiche Qualität zu liefern wie die traditionellen Universitäten. Wir wollen das aber nicht von oben lösen, sondern glauben, dass man das durch ein bisschen Druck auf Kooperation lösen muss.“ Jetzt sage ich Ihnen einmal, wie ich das bewerte. (Zuruf Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)) – Herr Kollege May, lassen Sie mich das kurz bewerten.
