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Ingmar Jung

21.05.2026 Sitzungen 21/69

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Herr Kollege Rock, wir befinden uns jetzt nicht in der Fragestunde. Es gibt in der Tat sehr unterschiedliche Szenarien. In der Verhat gangenheit ist die Politik oft von dem schlimmstmöglichen politi- Szenario ausgegangen und hat das zur BewertungsgrundlaLektüre ge gemacht. Wir schauen uns inzwischen verschiedene an bisschen und entwickeln natürlich gerade darauf basierend unsere Landes- Anpassungsstrategien. Ich will aber noch ein paar Worte zu Ihrer Rede sagen. diese zu Ich finde es schon bemerkenswert, wie Sie die Beantwortung dieser Großen Anfrage dargestellt haben. Das waren ein paar Fragen, die Sie hier formuliert haben, die in der des Tat Beachtung finden sollten und die man sich genauer anunse- schauen kann. Aber genau diese Fragen, die Sie formuliert bei haben, hat die AfD-Fraktion in ihrer Großen Anfrage gar wird nicht gestellt. Sie hat andere Fragen gestellt. Deswegen konnten wir die anderen Fragen leider nicht beantworten. erhoben Das müssen wir uns schon einmal genauer anschauen. AusHerr Gagel, wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie wir gesagt, dass die seriöse Politik abwägt und sich nicht die Studien aussucht, die zu ihrer politischen Überzeugung passen. Da stimme ich Ihnen zu. Aber das ist genau das, stellt was Sie tun. Herr Ziegler hat das schon sehr umfassend sind, dargestellt. natür- Das ist ein Bericht des Ministeriums, keine Studie. Da blei- wurde eine Gruppe eingesetzt – Sie schreiben das selbst ob in Ihrer Vorbemerkung –, die sich wegen der Komplexität und der Kürze der Zeit – ich sage das sinngemäß, ich habe um das jetzt nicht vor mir liegen – nur auf die Studien bezieht, Darum die sonst wenig Beachtung finden. Denn sie stellen nur ma- 1 % der wissenschaftlichen Auffassungen dar. Dem wird von 99 % der Wissenschaft widersprochen. Wir wägen ab, indem wir uns alles anschauen. Wir haben uns übrigens nicht nur den Bericht angeschaut, auf den Sie Ihre gesamte Große Anfrage bauen. Vielmehr haben wir uns auch die Gegendarstellung von 85 namhaften Wissenschaftlern angeschaut, die einen Monat später auf 400 Seiten dargelegt haben, dass sie das alles komplett anders sehen. Das ist abwägende Politik. Man schaut sich alles an. (Beifall CDU und SPD) Herr Gagel, ich will Ihnen ehrlicherweise nur einen Vorschlag machen. Denn inhaltlich ist wirklich schon alles gesagt. Wenn Sie wollen, dass die Politik abwägt und dass auch die Menschen abwägen können, dann posten Sie doch Ihre Rede und posten dazu die Erwiderung von Herrn Jourdan. Dann kann jeder abwägen, wer im Landtag weiß, wovon er spricht. Darauf würde ich mich freuen. (Beifall CDU und SPD)

Protokoll ↗