Frank Lortz
Vielen Dank, Kollege Pürsün. – Für die Landesregierung spricht Frau Staatssekretärin Dr. Optendrenk. Dr. Sonja Optendrenk, Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und ge: Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und ren Abgeordnete! Ich verstehe die Zweifel nicht, die Sie der Sinnhaftigkeit des Antrags der SPD-Fraktion haben. (Beifall CDU und SPD) Wir haben von Ihnen, Frau Anders, und von Beteiligten ganz oft gehört, dass die Betroffenen nicht sichtbar genug seien, dass wir noch nicht Unterstützungsleistungen für die Betroffenen haben. Unterstützungsleistungen werden teilweise deshalb erbracht, weil bei vielen Beteiligten, auch im Gesundheitssystem, noch nicht genug Bewusstsein für die Erkrankung ME/CFS und ihre Ursachen besteht. (Beifall CDU und SPD – Zurufe BÜNDNIS GRÜNEN) Noch immer werden Patientinnen und Patienten mit CFS in manchen Arztpraxen nicht richtig behandelt, es an der einen oder anderen Stelle immer noch den glauben gibt, das sei eine psychische Erkrankung, müsse sich einfach nur ein bisschen anstrengen. Wie kommt man zu besseren Ergebnissen? Es kommt durch zu besseren Ergebnissen in der Forschung, in Therapie und in all den Bereichen, die für uns sind, indem wir darüber sprechen und den Erkrankten Sichtbarkeit verschaffen. Das erhöht auch die gesellschaftliche Akzeptanz einer solchen Erkrankung, um zu dern, dass zum Beispiel der Nachbar oder der Arbeitgeber Das daherkommt und sagt: Ach Mensch, streng dich doch einDes- fach mal ein bisschen an. – Das ist das Ziel dieses Antrags die der SPD-Fraktion, für den ich sehr dankbar bin. zu (Beifall CDU und SPD) es Die Betroffenen haben nämlich unter einem noch mehr Demo- – oder mindestens genauso wie unter ihrer Erkrankung – und gelitten, dass nämlich nicht anerkannt worden ist, dass sie Probleme haben, dass es für ihre Situation noch keine adVernet- äquate Behandlung und daher auch keine Lösung gibt. Es Bereich, ist doch das Allerschlimmste, was einem passieren kann, di- dass man nicht gesehen wird. (Beifall CDU und SPD) JuDa nicht gesehen wird, dass man als Erkrankter sein Leben kranknicht mehr weiterleben kann, wie es vorher war, da man braucht die Familien nicht sieht, die dahinterstehen – Frau Funken Hürden. hat es eben einprägsam beschrieben –, die ja ebenfalls Zuan ihre Belastungsgrenzen kommen, ist es wichtig, dass wir uns den Herausforderungen stellen. Selbstverständlich sind wir im Vergleich zu der Situation vor acht Monaten noch nicht an jeder Stelle weitergekommen. Aber es wäre endlich auch ein fast unglaublicher Erfolg, wenn Forschung und Entwicklung innerhalb von nur acht Monaten Lösungen finden würden. (Marcus Bocklet (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sie haben doch die Aktuelle Stunde beantragt!) – Erkennen Sie doch einfach an, dass es sinnvoll ist, den Menschen, die von dieser schwierigen Situation betroffen sind, Sichtbarkeit zu verschaffen. (Beifall CDU und SPD) PfleEs ist eben sehr viel darüber ausgeführt worden, was wir schon machen. Ich kann auch sagen: Manche Dinge liegen außerhalb der Verantwortung, die wir tragen, aber auch da Hersetzen wir uns ein. Es wird zum Beispiel auf der Gesundan heitsministerkonferenz der Länder unter den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern demnächst eine Diskussion darüber geben, was seitens des Bundes im Rahmen der Gesetzgebung auf den Weg zu bringen wäre, daanderen mit wir bessere ambulante Versorgungsformen bekommen, noch damit es möglicherweise eine verbesserte aufsuchende Begenug handlung der ME/CFS-Patientinnen und -Patienten gibt, Diese die es nicht mehr in die Krankenhausambulanz oder zu nicht einer ambulanten Versorgungsstelle schaffen. An all diesen Stellen kümmern wir uns Stück für Stück und immer wieder um die Verbesserung der Versorgung und um die Verbesserung von Forschung und Entwicklung. 90/DIE Ein Antrag wie der, den die SPD-Fraktion gestellt hat, leistet hierbei einen wesentlichen Beitrag zur Sichtbarkeit ME/ der Betroffenen. weil Wir haben die wichtige Aufgabe zu erledigen, Forschung Irrman und Entwicklung voranzutreiben, um zu ursachengerechten Versorgungsformen zu kommen. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank dafür. Wir werden hieran weiterhin dazusammen mit allen Beteiligten arbeiten. Frau Funken hat der eben auf den Dialog hingewiesen, den wir fortsetzen werwichtig den. Ich hoffe, dann kommen wir bald zu guten Ergebnismehr sen, und über die werden wir Ihnen dann hier berichten. – Danke schön. verhin- (Beifall CDU und SPD)
