Frank Lortz
Herr Kollege Dr. Büger, vielen Dank. – Das Wort hält Frau Abgeordnete Förster-Heldmann für die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Hildegard Förster-Heldmann (BÜNDNIS 90/DIE NEN): Sehr geehrter Herr Präsident, geschätzte Kolleginnen Kollegen! Ich sehe das etwas anders als mein Vorredner. Hessen ist hinsichtlich der Kultur- und Kreativwirtschaft etc. großartig aufgestellt. Deswegen freue ich mich, wir heute über Kunst und Kultur und über die Kreativwirtschaft in Hessen sprechen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und zelt CDU) Ich hoffe, dass diese Debatte auch positive Folgen für Branche hat. Denn reden allein nützt nichts. Wir brauchen Antworten. Daran mangelt es bei dieser Landesregierung. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Dieser Antrag ist nur sinnvoll, wenn er nicht folgenlos bleibt. Allein die Stärke der Kreativwirtschaft zu beschreiben und den Wert der Kunst für unsere Gesellschaft benennen, reicht nicht. Unsere Aufgabe ist es, den lerinnen und Künstlern verlässliche Rahmenbedingungen zu liefern. Im Falle der Kreativwirtschaft ist das die schule für Gestaltung in Offenbach. Sie erinnern sich die Diskussion. Für die Künstlerinnen und Künstler das natürlich die Räume, die Plätze etc. und alles, was gehört. Konkret bedeutet das: gut aufgestellte Hochschulen, parente und berechenbare Förderbedingungen und die funktio- heit, ihren Gestaltungswillen ungehindert zu entfalten. Verzum ehrte Kolleginnen und Kollegen, das ist kein Luxus. Das ist Standortpolitik. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) KulturDer Masterplan Kultur ist als solches gedacht. Es gibt klare sie Handlungsoptionen und einen Leitfaden hinsichtlich der Frage, wie die Kulturlandschaft weiterentwickelt werden anderen kann. unter sage Die Richtung ist klar. Aber was nützt es, wenn der Plan in starken der Schublade liegt und nicht umgesetzt wird? Das ist ein die Plan, der allen Beteiligten viel Mühe gemacht hat und jetzt nicht umgesetzt wird. DisAm 30. September 2025 haben wir eine Kleine Anfrage einem mit 20 Fragen gestellt, die einfacher Natur waren. Das Hessen, hätte bis spätestens Anfang dieses Jahres beantwortet sein anderen müssen. Bis heute haben wir keine Antwort auf simple Weih- Fragen. Das ist Wasser auf die Mühlen von Herrn Frömmdem rich mit seinem Normenkontrollverfahren. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Die Kreativwirtschaft ist bei Herrn Mansoori angesiedelt, diesem ebenso die WDC. Da gibt es eine Menge Überschneidunder gen zu Kunst und Kultur, die bei Herrn Gremmels sitzen. große Das alles ist kein Problem, wenn es koordiniert wird. Ich will nur einmal die lieben Kollegen der CDU erinnern, wie viel Mühe es gekostet hat, die 6 Millionen Euro für die WDC einzustellen. Es waren Ihre Kollegen – ich könnte sie noch namentlich nennen –, die gesagt haben: Nein, dafür haben wir kein Geld, das geht im Augenblick nicht. – Frau Karin Wolff ist es zu verdanken, dass sie ihre Kolleergen umgedreht hat, weil der Kulturfonds bereits investiert Fraktion hatte. Das nur einmal zur Erinnerung. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) GRÜHeute, da wir den Titel gewonnen haben, kann jeder zu den unterschiedlichen Veranstaltungen gehen und dort Kreativität, Kommunikation und Zusammenhänge von Politik und und Gesellschaft etc. erleben. Das ist ein großer Fortschritt, und das ist wunderbar. Was aber fehlt, ist das Dach, das alles zusammenführt. Was fehlt, ist ein übergeordneter Rahdass men, der der WDC eine verständliche, breite Grundlage gibt, eben nicht nur für die Beteiligten, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger, die das wollen und die hier in der vereinRegion Rhein-Main leben. (Dr. Frank Grobe (AfD): Falsche Rede, den Punkt die haben wir auf das nächste Plenum verschoben! – Glockenzeichen) Es braucht einen Rahmen, der nicht nur Spaß macht, sondern echten gesellschaftlichen Mehrwert schafft. Hessen ist gut aufgestellt. Wir haben eine aktive Film- und Produktionsbranche, wir haben im Bereich Musik den heszu sischen Jazzverband, wir haben den neu gegründeten KulKünstturrat, wir haben laPROF für die unabhängigen Theater. Das sind nur Einzelbeispiele von den vielen Initiativen und Hochgemeinsamen Netzwerken, die wir hier in Hessen haben. an Das ist eine starke Basis, das ist das Potenzial, das nicht sind nur gefördert werden will, sondern auch den Anspruch der dazu Weiterentwicklung hat. Aber dieses Potenzial verkümmert, wenn Politik nicht liefert, keine strategische Koordination, trans- keine Antwort auf parlamentarische Fragen und kein überFrei- greifendes Konzept hat. Die Kreativwirtschaft ist kein Randthema – sie ist ein Wirtschaftsfaktor. Zusammen mit Kunst und Kultur ist sie der entscheidende Identitätsfaktor und ein Zukunftsfaktor für Hessen. Deswegen fordern wir die Landesregierung auf, endlich unsere Fragen zum Masterplan zu beantworten. Schaffen Sie das strukturelle Dach für die Kreativwirtschaft, für Kulturpolitik und den WDC-Prozess und die Ergebnisse aus diesem Prozess, damit das sinnvoll verbunden werden kann.
