Dr. Daniela Sommer
Herr May, Sie müssen zum Schluss kommen. – Danke schön. Für die Landesregierung hat nun Kultusminister Schwarz das Wort. Herr Schwarz, bitte schön. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Hochgeschätzte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren Abgeordnete! Digitale Bildung und Medienbildung sind wichtig für unser aller Zukunft, sind wichtig für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Deswegen sind sie auch ein wichtiger Bestandteil an den hessischen Schulen. Darauf können sich die Schulen verlassen. Das muss die erste Botschaft dieses Tages sein. (Beifall CDU und SPD) Gerne gehe ich auf die beiden Anträge ein. Beide Anträge fordern für die digitale Bildung mehr Verbindlichkeit, mehr Pflicht und mehr Struktur. Ich kann nur zitieren, was Kollegin Ziegler gesagt hat: Entscheidend ist nicht das Etikett. Entscheidend ist, dass digitale Bildung mehr Schülerinnen und Schüler erreicht, alle Schülerinnen und Schüler erreicht. Genau das tun wir, meine Damen und Herren. Daran darf hier kein Zweifel bestehen. (Beifall CDU und SPD) Das Angebot „Digitale Welt“ wird geöffnet, und aus dem Schulversuch mit 80 Schulen wird ein Angebot für über 600 Schulen. Lieber Kollege May, das ist in der Tat nahezu eine Verachtfachung, um es mathematisch präzise zu sagen. Wir bringen ein starkes, hochwertiges Angebot in die Fläche. Das Ganze mit erprobten und erfolgreichen Materialien für die Schulen sowie mit Handreichungen und Fortbildungen für die Lehrkräfte – sowohl, als auch; genau so macht man das, genau so muss es umgesetzt werden. Die wissenschaftliche Begleitung – damit auch das geklärt ist – bleibt bestehen. Es ist uns wichtig, dass wir zum Schluss auch evaluieren können. Ich will auf eines eingehen, weil Sie, Kollege Promny, und die Opposition gesagt haben, es wäre die Rede von Streichungen. Das ist eine Verdrehung der Fakten. Fakt ist: Ein tolles Modell wird weiterentwickelt, passgenau in die Schulen überbracht. Wenn BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert, „Digitale Welt“ flächendeckend für die 5. und 6. Klassen auszurollen, und die FDP fordert, systematisch das digitale Bildungsangebot umzusetzen, dann kann ich Ihnen nur zurufen: Genau das ist unser gemeinsames Ziel. Wir sind da doch überhaupt nicht auseinander. (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wir würden den Schulen aber Stellen und Geld dafür geben!) Unser Weg ist praxistauglich, meine Damen und Herren. Unser Weg ist flexibel für die Schulen und vor allen Dingen – ein Riesenvorteil, Herr Kollege Promny – sofort umsetzbar. Ganz wichtig, zu betonen: Viele Schulen haben sich bereits dieses Angebot zu eigen gemacht, und im Übrigen auch ein breites Medienbildungsangebot im Ganztag vorgehalten. Genau genommen trauen Sie unseren Schulen aus meiner Sicht ein bisschen wenig zu. Um es auf den Punkt zu bringen: Bereits jetzt haben über 30 % – genau genommen 31,25 %, nämlich 25 von 80 – der Schulen dieses Angebot im Ganztag freiwillig implementiert. Der Ganztag schafft Freiräume für die Praxis. Ganztag ist hochwertig, Frau Kollegin Geis, genau so ist das. Mit Projekten und anwendungsnahem Lernen setzen die da genau das um, was die Schüler im Schulalltag tatsächlich brauchen. Meine Damen und Herren, Medienbildung und digitale Bildung sind Querschnittsthemen in allen Fächern. Sie prägen die Schulen, die Freizeit, die Familien und später auch Ausbildung und Beruf. Deswegen gehört das ganzheitlich betrachtet und nicht nur singulär in eine Schublade. (Beifall CDU und SPD) Ich will noch zwei weitere Beispiele nennen. Herr Promny, schreiben Sie ordentlich mit, Sie haben noch Minuten, ich weiß. (Moritz Promny (Freie Demokraten): Ich habe was aufgehoben! – Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Das lassen wir nicht so stehen!) – Ich freue mich schon darauf. Schreiben Sie sich auch die zwei weiteren Beispiele auf. – Der Digitaltruck ist auch ein Erfolgsmodell. Wir haben ihn zum Schuljahr 2025/26 auf die Jahrgangsstufen 5 und 6 erweitert. ist auch wiederum ein praxisnahes Angebot. Das geschieht auch unter Einbindung der Kolleginnen und legen sowie der Eltern. Auch Fortbildungen und Netzwerke, die die Schulen derum gleichermaßen ergänzend in der Umsetzung ken, beispielsweise mit dem Landesfachtag „Medien Digitalisierung“, genau das hilft bei der Umsetzung Fächern wie „Digitale Welt“ und deren Inhalten, Medienbildung und digitale Bildung. Wenn wir genau hinschauen: Wir übersetzen das in Praxis, was in 80 Schulen erprobt worden ist. Das auch die Erwartungshaltung, die die verbleibenden stellenden Schulen hatten; darauf hatte ich im Ausschuss hingewiesen. Da gab es eine Warteschleife. Sie haben das Angebot mit den entsprechenden Materialien, der pertise und den Fortbildungen. Die FDP geht noch weiter. Sie fordern Wahlpflichtunterrichtsmodelle. Das ist alles in Ordnung. Gleichwohl rieren Sie dabei, dass wir umfangreiche Wahlpflichtangebote haben: Wahlpflichtunterricht sowie Wahlunterricht. Diese werden bereits verantwortungsvoll von den Schulleitungen und den Schulen mit digitaler Bildung und bildung ausgestaltet. Genau so wird es gemacht. Darüber hinaus fordern Sie eine flexible Unterrichtstafel, Änderungen im Hessischen Schulgesetz. Lieber Promny, dann werden Sie uns doch sicherlich gleich erklären, ob Sie Stunden in Deutsch, Mathematik, und Wirtschaft, Physik oder wo auch immer streichen len. Ich bin hoch gespannt auf Ihre Ausführungen. Wir geben längst die Antwort, wie wir mit der umgehen. Wir versöhnen die Aspekte miteinander. Sie die Landesregierung auffordern, mehr in Fortbildungen zu investieren, kann ich Ihnen an der Stelle die geben: Auch das machen wir längst. Die Lehrkräfteakademie ist in diesem Bereich längst eingebunden. Es hierzu umfangreiche Fortbildungen zur Verfügung Deswegen brauchen wir dazu keine Lehrstunde von denn das ist nicht nur etwa in Planung, sondern ganz konkret in der Umsetzung. Was wir ebenfalls machen, ist ein breites digitales bot, das die Vorbereitung auf die Arbeitswelt betrifft. will darauf hinweisen – das haben Sie möglicherweise noch nicht erfahren, aber im Ausschuss haben wir bereits darauf hingewiesen –: An allen Haupt- und schulen sowie an den Gesamtschulen ist das Thema beitslehre nun Pflichtfach. Dazu kommt, dass in Pflichtfach die ganze Fragestellung der Medienbildung Digitalisierung im Kerncurriculum steht. Das heißt, dort es fest verankert. Darüber hinaus – zur Frage, was wir machen – gibt es Projekt „Deine Zukunft #REAL:DIGITAL“, das wir Kollege fortsetzen. In den letzten Jahren haben wir bereits über fünf 31.000 Schülerinnen und Schüler an 220 Schulen erreicht. Deswegen will ich noch einmal auf Ihren Vorwurf der extra pauschalen Kürzung eingehen. Das können wir so nicht stehen lassen. Nachweislich ist die Steigerung eines Etats um 385 Millionen Euro, Herr Kollege May, Herr Kollege Promny, keine Kürzung, sondern ein deutlicher Aufwuchs bitte mit einem Durchbruch der Schallmauer auf 6,2 Milliarden Euro. (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Es Das sind trotzdem 6 Millionen Euro weniger!) Ganze KolAllein 350 Stellen mehr für den Ganztag kommen obendrauf. Die Zahlen wurden von der Kollegin Ziegler genannt: 5.730 Stellen werden zur Verfügung stehen. wiestär- (Daniel May (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): 300 und Stellen weniger für sozial indizierte Lehrkräftezuvon weisung und 90 Stellen weniger an integrierten Genämlich samtschulen!) Meine Damen und Herren, ich stehe hier für Klarheit in die der Sache. Fakt ist: Digitale Bildung bleibt Schwerpunkt. ist Fakt ist: Medienbildung wird gestärkt. Fakt ist: Wir erreiantragchen deutlich mehr Schülerinnen und Schüler. Das ist ganz wichtig. Hessen geht einen tragfähigen, starken, vernünftijetzt gen und pragmatischen Weg. Deswegen sind diese beiden ExAnträge abzulehnen. – Ich bedanke mich herzlich für die Aufmerksamkeit und freue mich auf die Einlassung von Kollegen Promny. igno- (Beifall CDU und SPD)
