Benedikt Kuhn
Sie wissen auch, was ein Corporate Design mit allen Elementen, allen Varianten und fast einem Jahr Arbeit einer Agentur kostet. Sie wissen, was viel, was wenig und was angemessen im Vergleich ist – zumindest sollten Sie, wenn Sie hier so intensiv einsteigen, sich informieren und dann kontextualisieren. Sie haben sich dafür entschieden, zu skandalisieren. (Vanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Sie haben sich dazu entschieden, nichts zur Sache zu sagen!) Sie treffen mit Ihrem Populismus – das ist bereits angesprochen worden – die Kreativbranche, die sich mittlerweile wehrt. Schauen Sie einmal, was der GWA dazu sagt. Er kritisiert mittlerweile den Populismus dieser Debatte. (Beifall CDU und SPD) Er kritisiert mittlerweile die mangelnde Wertschätzung gegenüber dieser Branche. Das ist das, was Sie tun. Ist das wirklich das Signal, das Sie den 125.000 Beschäftigten allein in Hessen in der Kreativbranche und den 18.000 Unternehmen geben wollen? (Vanessa Gronemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Darum geht es doch gar nicht!) Sie nennen Dumpingpreise für Kreativleistungen. Sie haben einen Preis genannt: 5.000 Euro. Dann weiß jetzt jeder Kreative in Hessen, was ein Corporate Design aus Ihrer Sicht wert ist. (Miriam Dahlke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ich habe einen „FAZ“-Leserbrief vorgelesen!) 5.000 Euro, und es geht alles besser und billiger mit KI, do it yourself. Das kann und möchte ich Ihnen nicht glauben. (Vereinzelter Beifall SPD) Deswegen möchte ich versöhnlich enden. Design und Identität brauchen Debatte. Diese Debatte haben wir jetzt gemeinsam leidenschaftlich geführt. Ich werte Ihre Zottellöwen-Aussprache als kreatives Finale. Wir freuen uns darauf, den Anspruch der neuen Hessenmarke weiterhin mit Leben zu füllen, gerne auch gemeinsam mit guter Politik und mit Maß und Mitte in diesem Hohen Haus. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall CDU und SPD – Mathias Wagner (Taunus) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Maß und Mitte!)
