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Frank Lortz

28.04.2026 Sitzungen 21/64

Vielen Dank. – Das Wort hat der Kultusminister, Staatsminister Armin Schwarz. Armin, bitte. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung Chancen: Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Abgeordnete! Die Lehrkräfteversorgung ist und Schwerpunkt der Hessischen Landesregierung und der gierungstragenden Fraktionen. Es ist dokumentiert, wir ben viele erfolgreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Mit unserer Kampagne zur Lehrkräftegewinnung „Die kunft braucht dich! Werde Lehrerinnen oder Lehrer in sen!“ sind wir an Schulen und Universitäten sehr aufgestellt. Das ist ein Beleg dafür, wie breit wir und wie flexibel wir bei der Lehrkräftegewinnung Das ist genau der richtige Weg in dieser Zeit. (Beifall CDU und SPD) Ich gebe Ihnen gerne drei Beispiele für einen erfolgreichen Quereinstieg: Erstens. Seit 2024 gibt es das Angebot für ausländische Lehrkräfte im Haupt- und Realschulbereich, sich mit nem Fach zu engagieren. Seit Mai 2025 gibt es für Akademiker mit einem Fach – Herr Abgeordneter Sie haben darauf hingewiesen – die Möglichkeit, in Vorbereitungsdienst einzusteigen. Darüber hinaus ab Sommer 2026 Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen mit 40 Plätzen im H- und R-Bereich als Lehrkräfte ausgebildet. So gewinnen wir qualifizierte Lehrkräfte. beduales Wir möchten die Unterrichtsqualität in Schulen aufrechterhalten. Das müssen wir auch vor dem Hintergrund der empRahmenbedingungen, die auch über die Kultusministerkonferenz geprägt werden, immer wieder in den Kontext stellen. Die KMK stellt aus gutem Grund Standards in den NachVordergrund. Die Entwicklung und Akkreditierung neuer darauf Studiengänge dauert und wirkt im Zweifelsfall auch erst zweiter langfristig. Qualität Hinsichtlich dualer Lehramtsstudiengänge kommt die sind Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz zu einem sehr klaren Ergebnis. Ich bin dem Ihres Kollegen Hans Christian Göttlicher sehr dankbar dafür, wurde dass er das schon einmal erwähnt hat. Weder die GewinRech- nung zusätzlicher Lehrkräfte noch die Qualitätsverbesseich rung sind hier in irgendeiner Form empirisch belegt. Das die muss man sehr deutlich sagen, weil diese Erwartungshalund tung in den Raum gestellt wird. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin. Der Befund, da hat der Kollege Göttlicher recht, deutet eher in die andere Richtung. Abgesehen davon möchte ich mich an dieser Stelle einmal herzlich bei dem sehr fleißigen und engagierten Bildungspolitiker Göttlicher bedanken, der mit sehr anschaulichen komRechenbeispielen dokumentiert hat, dass wir, die Koalition und die Landesregierung, in Bildung investieren. Wir geben mehr Geld aus, so viel Geld wie noch nie. Lieber Hans Christian Göttlicher, toll vorgeführt, wie man hier mit Mathematik die Dinge in die richtige Richtung rückt. aber Herzlichen Dank für die Unterstützung. (Beifall CDU und SPD) Ich will auch sagen, es ist wichtig, dass Lehrkräfte pädagogische und fachliche Kenntnisse haben. Da geht es darum, dass die Qualität hinterlegt wird. Der Einstieg in das Lehramt ohne Lehramtsstudium für die Akademikerinnen und Akademiker mit einer Voraussetzung von einem Jahr Berufserfahrung ist ein Weg. Dann kann innerhalb von drei Jahren die Qualifikation nachgelegt werden, unter anderem im pädagogischen Bereich und mit einem zweiten Fach – und ein guter und richtiger Weg, der sicherlich Wege öffnet. Das nenne ich fachliche Kompetenz und Qualität in Kombination. Herren bleibt Wir ermöglichen zum Beispiel an den Universitäten in reDarmstadt und in Kassel Personen mit einem Bachelor haof Science eine studienbegleitende Förderung des Masterstudiums im Lehramt an beruflichen Schulen. Das ist ein Zuweiterer Baustein in diesem Bereich. Genau so schaffen Heswir die weiteren Anreize, die zu Recht gefordert werden. breit denken Lieber Kollege May, die Forderungen in Ihrem Gesetzentsind. wurf bewirken ehrlicherweise das Gegenteil. Da geht es um Quantität, aber weniger um Qualität. Entscheidend ist auch, wer in den Schulen steht, wer dort unterrichtet. Sie wollen schlicht und ergreifend Anforderungen senken. Sie wollen das Lehramt auch für diejenigen öffnen, die beispielsweise das Abitur nicht haben. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie da den richtigen Ansatz verfolgen. Zudem wollen Sie die Studienvoraussetzungen ebenfalls senken. eiWer das für die Lehrkräfte tatsächlich will, sendet auch ein erstmals falsches Signal an unsere Schulen. May, den Die Senkung der Anforderungen für diejenigen, die unsere werden Kinder unterrichten, ist nicht das, was es jetzt braucht. Die Schule braucht Verlässlichkeit und entsprechend auch hohe Standards. Es geht um die Zukunft unserer Kinder. (Beifall CDU und SPD)

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