Heiko Scholz
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Die GRÜNEN verschriftlichten nun über ganze drei te hinweg einen Punkt ihres sogenannten 10-Punkte-Plans zur Stärkung der Bildungsqualität in einem eigenen setzentwurf. Gut Ding will Weile haben. Bereits vor gut einem Jahr forderte die FDP-Fraktion Rahmen einer Aktuellen Stunde die Einführung Lehramtsstudiengänge. Die GRÜNEN erweitern nun Forderung um die Schaffung entsprechender Studiengänge für das Lehramt an Haupt-, Real- sowie beruflichen Schulen und für das Lehramt für Förderpädagogik. Im gensatz zu unserem Herrn Kultusminister stellen die NEN zumindest fest, dass es gerade in diesen Schulformen einen eklatanten Lehrermangel gibt. Die Studienanfängerzahlen bestätigen dies eindrucksvoll. Diese haben sich in den letzten zwölf Jahren halbiert. die Ursachen für diesen Rückgang, die im wesentlichen Zeitraum grüner Regierungsmitverantwortung zu sind, hüllen sich die GRÜNEN in beharrliches Schweigen. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, hier von gesellschaftlichen Herausforderungen, die das rufsfeld Lehrer in Hessen immer schwieriger machen den. Ich denke, wir alle wissen, was Hartmann hier durch die rot-grüne Blume mitteilen wollte. (Beifall AfD) Glauben Sie allen Ernstes, dass vor dem Hintergrund nes maroden Arbeitsplatzes Schule – ich erinnere an Investitionsstau von rund 6 Milliarden Euro – sowie zum großen Teil nicht mehr handhabbaren soziokulturellen Probleme, vor allem an unseren Brennpunktschulen, Schulpraxis automatisch die Attraktivität des Lehrerberufs erhöhen wird? Ich befürchte das Gegenteil. Wir von Glück reden, wenn sich in Anbetracht der real tierenden Zustände an den hessischen MittelstufenRealschulen überhaupt noch junge Menschen auf Berufsweg begeben wollen. (Beifall AfD) Wir erleben schon heute, wie die Studienanfänger lich ihrer Studienwahl mit den Füßen abstimmen. Ein les Lehramtsstudium setzt gesunde schulische Strukturen voraus, welche wir erst einmal schaffen müssen. existieren nicht einmal im Ansatz. Auch hierzu leider kein Wort in Ihrem Gesetzesvorhaben, Herr Kollege May. Sie wissen doch sicher aus Ihrer nen Berufspraxis, wie schwierig es ist, Lehrer zur ung von Referendaren zu gewinnen. In dieses System len Sie jetzt auch noch Studenten aus einem dualen engang integrieren. Diese Idee geht sicher in die Richtung, jedoch ohne grundlegende Strukturveränderun– gen ist ein solches Vorhaben zum Scheitern verurteilt. (Beifall AfD) Weiterhin vermissen wir einen Denkansatz dahin gehend, wie Sie unsere Studenten vor einer missbräuchlichen Nutzung ihrer Arbeitskraft in der Schulpraxis schützen wollen. Bereits im Dezember 2025 bemängelte die GEW Hessen Scholz, diesen Umstand und sprach offen von einem „Verheizen“ des Nachwuchses. Damit wir uns richtig verstehen, meine Damen und Herren: Seit jeher fordern wir mehr fair entlohnte schulpraktische Übungen zur Anwendung sowohl fachlicher als auch methodisch-didaktischer Lehrinhalte, um unsere angehenden Lehrer so gut wie möglich auf den Herren! Schulalltag vorzubereiten. Sie jedoch als Lückenbüßer in Monaden Schulen einzusetzen, um das bildungspolitische Versagen der vergangenen Jahre zu kaschieren, an welchem Geauch die GRÜNEN ihren Anteil haben, stößt bei der AfDFraktion auf erbitterten Widerstand. im (Beifall AfD) dualer diese Einer Weiterbezahlung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, wie sie vorgeschlagen wird, würden wir vorbehaltlos zustimmen. GeDie Vorstellung, dass zukünftig – ich zitiere – alle LehrGRÜamtsstudiengänge an hessischen Universitäten auch beruflich Qualifizierten ohne Abitur nach einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung offenstehen sollen, schießt deutlich über das Ziel hinaus. Nicht jedes Lehramt lässt sich aus einer entsprechenden Berufsausbildung ableiten. Wir Über haben in Deutschland nicht ohne Grund die Allgemeine suchen Hochschulreife. Wir sehen in Ihrem Entwurf erheblichen Nachbesserungsbedarf und behalten uns die Vorlage eines entsprechenden spricht Änderungsantrags vor. Wir freuen uns auf die demnächst Bestattfindende Anhörung. – Ich danke recht herzlich für die würAufmerksamkeit. höflich (Beifall AfD)
