Dr. Sonja Optendrenk
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich möchte mich erst einmal bei allen Antragstellern bedanken; denn so können wir uns heute diesem wichtigen Thema widmen. Wir haben es eben mehrfach gehört: Die HPV-Impfung ist eine der wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention, die wir heute zur Verfügung haben. Als Hessische Landesregierung ist es uns ein Anliegen, dass möglichst viele junge Menschen diesen Schutz erhalten; denn jede zusätzliche Impfung schützt den Geimpften, und sie schützt auch Dritte. Daher setzen wir uns für die Steigerung der Impfquoten ein. Es ist eben schon erwähnt worden: Wir haben eine neue Maßnahme ergriffen, indem wir das Einladungswesen für die J1-Untersuchung ausgeweitet, es also zur Pflicht gemacht haben, Einladungen zur J1-Untersuchung zu verschicken. Das ist eine weitere Möglichkeit, wie die Eltern, aber auch die Jugendlichen sich über die Impfung informieren können und über die Impfung informiert werden können. Das erfolgt im Rahmen einer allgemeinen Gesundheitsberatung und einer Impfpasskontrolle. Die Hoffnung ist, dass wir damit tatsächlich mehr Menschen erreichen. Wir erreichen sie dort – das hat Frau Dr. Sommer eben auch ausgeführt –, wo sie sowieso sind, nämlich in den Arztpraxen. Ich glaube, dorthin gehört es auch. Aber wir haben auch weitere Maßnahmen ergriffen. Wir haben zum Beispiel unter dem Motto „Wissen schützt“ in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium Unterrichtsmaterialien zu den Themen Infektionsschutz und Impfen hessischen Schulen für den Einsatz in der Sekundarstufe I zur Verfügung gestellt. Diese werden vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung gerade überarbeitet. Auch dort passen wir alles entsprechend dem medizinischen Fortschritt an. Das Ministerium hält mit impfen.hessen.de eine eigene Internetseite rund um das Thema Impfen vor. Hier gibt es umfassende Informationen, einen Impfkalender und einen Impfcheck. Über Kampagnen wie „Firewall für den Körper“ oder über Aktionen rund um den Weltkrebstag, den HPV Awareness Day am 4. März und die Europäische Impfwoche informieren wir regelmäßig. Im vergangenen Jahr hat das HMFG zusammen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung eine Informationsveranstaltung für Eltern zu HPV und zur HPV-Impfung erfolgreich durchgeführt. Hieran haben allein 265 interessierte Eltern teilgenommen. Also auch dort gehen wir neue ge. Auch die gesetzlichen Möglichkeiten zur datengestützten Prävention eröffnen uns neue Wege. Seit der Verabschiedung des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes können kenkassen Versichertendaten nutzen – selbstverständlich unter Einhaltung des Datenschutzes –, um individuelle sundheitsrisiken besser zu erkennen und gezielte tionsangebote zu unterbreiten. Ich freue mich, dass AOK Hessen die Gelegenheit nutzt und am 15. März Informationskampagne zur HPV-Impfung gestartet hat, der Versicherte gezielt auf die Bedeutung dieser wichtigen Schutzimpfung hingewiesen werden. Ich hoffe, dass mehr Krankenkassen davon Gebrauch machen. Meine Damen und Herren, Bekanntheit und Bewusstsein zu schaffen ist bei der HPV-Impfung wie bei allen gen essenziell. Ich begrüße es daher, dass im Rahmen Nationalen Lenkungsgruppe Impfen beschlossen das Jahr 2028 zum nationalen HPV-Impfjahr auszurufen. Ziel ist es, bundesweit Aufklärungs- und Impfkampagnen zu bündeln und der HPV-Prävention zusätzliche Aufmerksamkeit zu geben. Die HPV-Impfung ist eine Investition in die langfristige Gesundheit junger Menschen. Sie schützt vor schweren Erkrankungen und entlastet zugleich das Gesundheitssystem. Deswegen werden wir auch weiter daran die Impfquoten zu erhöhen und das Bewusstsein für vention zu stärken: mit der Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen und evidenzbasierter Information, ohne tige Berichts- und Parallelstrukturen. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und SPD)
