Claudia Ravensburg
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen Herren! Wenn wir heute über die HPV-Impfung sprechen, dann sprechen wir über eines der wirksamsten Instrumente moderner Krebsprävention. Humane Papillomviren nen verschiedene Krebsarten auslösen, insbesondere Gebärmutterhalskrebs. Wir wissen, diese Erkrankung sich in vielen Fällen durch die HPV-Impfung, die tig erfolgt, verhindern. Das hat die Kollegin Knell sehr eindrücklich beschrieben. Die HPV-Impfung ist nicht nur für Mädchen geeignet – ist ganz wichtig, weil die Erkenntnis oftmals noch da ist –, sondern auch für Jungs im Alter von neun 14 Jahren. Sie ist wissenschaftlich gut belegt. Sie ist sie ist wirksam, und sie ist medizinischer Standard. die Impfquoten in Deutschland, wenn wir das zum mit Skandinavien vergleichen, sind noch lange nicht wo wir sie gerne hätten, auch nicht in Hessen. So finde ich die Initiative der FDP, liebe Frau Knell, wichtig und richtig. Wir können gar nicht oft genug dieses Thema sprechen, und wir müssen uns überlegen, was wir leisten können, um die Impfquoten weiter zu bessern; denn es ist wirklich tragisch, wenn diese Möglichkeit besteht, aber die Erkenntnis bei vielen Eltern ankommt. Aber leicht widersprechen möchte ich Ihnen haltlich, weil die Landesregierung selbstverständlich Impfstrategie hat und nicht nur einzelne Aktionen sondern eine konkrete, breit angelegte Offensive hat, die HPV-Impfung weiter bekannt zu machen. (Beifall CDU und SPD) Das Kind hat auch einen Namen: die Integrierte impfstrategie, kurz ILIS genannt. Sie hat die Landesregierung aufgestellt, um ein langfristiges Konzept zu schaffen, das sowohl Prävention stärkt als auch die Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet. Dafür möchte ich unserer Gesundheitsministerin Diana Stolz, natürlich auch unserer Staatssekretärin, ausdrücklich danken; denn ihnen ist es genauso meiner Kollegin Sandra Funken, die eigentlich die heute gerne halten würde, ein ganz besonderes Anliegen, dass wir hier besser werden. Seit dem Amtsantritt unserer Ministerin setzt sie entscheidende Impulse, um die HPV-Impfung weiter bekannt machen: durch stärkere Einbindung der Ärzteschaft, die Aufklärung der Eltern über die Sinnhaftigkeit der fung, durch Informationskampagnen, die sich ausdrücklich an Mädchen und, wie gesagt, an Jungen richten, digitale Formate wie Social Media, durch gezielte lichkeitsarbeit, etwa am Weltkrebstag. Ich habe auch Pressemitteilung mitgebracht, damit Sie das gerne einmal nachlesen können. Sie sehen, dass wir diesen Ansatz weiterverfolgen. am 4. März hatten wir den HPV-Awareness-Tag. dort ist die Ministerin mit einer Pressebotschaft an Öffentlichkeit gegangen. Ihre Forderung nach einer Datengrundlage ist auch bereits bekannt: Die Impfquoten können heute schon transparent über die Plattform des Robert Koch-Instituts eingesehen werden. Eine große Chance zur Verbesserung der Impfquote sehen wir – das haben wir in der Koalition als einen unserer der Schwerpunkte gesehen – in der Erhöhung der Teilnahmequoten an der J1-Untersuchung; denn das ist genau das Alter, in dem die Impfung erfolgen sollte. Deshalb etablieren wir auch über unser Kindergesundheitsschutzgesetz die J1- Untersuchung mit einem breit angelegten Einladungssysund tem, damit die Eltern wissen, dass sie die J1-Untersuchung wahrnehmen können. Innerhalb dieser J1-Untersuchung erfolgt auch die Beratung über die HPV-Impfung. kön- (Beifall CDU und SPD) den ließe Dann haben Sie, Frau Knell, noch das Thema Schulimpfrühzei- fung angeregt. Ich kenne das noch aus meiner Schulzeit. eben Dort hatten wir solche Impfmöglichkeiten. Dann kam das Thema Datenschutz auf, und das Ganze wurde schwieriger. Ich freue mich – Frau Kollegin Heitland nickt bereits –, das dass wir an der Bergstraße bereits ein Modellprojekt hanicht ben, und ich finde es gut, dass wir dort die Möglichkeit bis testen. Wenn das erfolgreich ist, dann sollte das ein Vorbild sicher, sein – nicht nur für Hessen, sondern für ganz Deutschland. Doch Die Möglichkeit, in den Schulen zu impfen, halte ich für Beispiel einen sehr guten Weg, um möglichst viele Jugendliche und dort, Kinder zu erreichen. (Beifall CDU und SPD) heute über
