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Dr. Daniela Sommer

18.03.2026 Sitzungen 21/62

Mir liegt eine weitere Wortmeldung vom Fraktionsvorsitzenden der Freien Demokraten vor. Herr Dr. Naas, bitte sehr. Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wein ist ein emotionales Thema. Wein ist ein regionales Thema. Wein hat auch etwas mit Heimat zu tun. Dementsprechend ging es vorhin hoch her. Ich will versuchen, die Debatte etwas zu versachlichen. Ich glaube, es ist unstreitig, dass es eine GmbH ist, aber eine GmbH im Staatsbesitz. Da sind wir uns doch einig. Wir reden vom Weingut. (Dr. Frank Grobe (AfD): Genau!) Ferner ist unstreitig, dass diese GmbH defizitär ist. Hin und wieder wird etwas zugebuttert, aber die GmbH ist von den Abschlüssen her defizitär. Ich glaube, das ist ebenso unstreitig. Da muss doch der Gedanke erlaubt sein – Herr Minister, Sie haben das gerade selbst getan –, wie wir das weiterentwickeln können. Das wird doch wohl erlaubt sein. Jetzt kann man natürlich sagen: Da sind noch andere Themen drin wie Vermarktungsthemen, das Flaggschiff usw. Die Stichwörter sind alle genannt worden. Das kann man alles so machen. Das Schlimme ist aber: ein Bier, ein Brei, ein Apfel, ein Ei und noch ein Wein und noch ein Rheingauer Wein drauf. Es ist halt vieles defizitär in diesem Land. Für die Bildung haben Sie aber kein Geld. Das war heute schon der Punkt. (Beifall Freie Demokraten und AfD) Deswegen darf man auch einmal die Frage stellen, wie es mit den Defiziten im Weinbau aussieht. Natürlich kann man sich dadurch rechtfertigen, dass man Bewertungen des Falstaff vorliest: 100 Punkte, 99 Punkte. Natürlich gibt es Spitzenprodukte. Sie wissen aber doch auch, dass die Masse der Produkte im Regal bei REWE, bei EDEKA usw. Probleme haben. Es gibt halt eine Diskrepanz beim PreisLeistungs-Verhältnis. Natürlich räumen die Staatsweingüter mit ihren Spitzenweinen ab. Natürlich sind die Trockenbeerenauslesen spitze. Das ist unstreitig. Das muss ein Flaggschiff im Übrigen auch. Bei der Massenproduktion und in den Standardprodukten hat dieses Weingut aber Probleme, und das wissen Sie. Deswegen muss man über eine Verkleinerung bzw. Privatisierung zumindest nachdenken dürfen, und das tut dieser Antrag. – Herzlichen Dank. (Beifall Freie Demokraten und AfD)

Protokoll ↗