Ingmar Jung
Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich weiß jetzt gar nicht, was ich in den fünf Minuten zuerst sagen soll. (Miriam Dahlke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Einfach anfangen!) Aber ich will zunächst einmal darauf eingehen: Man sollte doch einmal zur Kenntnis nehmen, welchen großartigen Schatz wir mit diesen Staatsweingütern im Rheingau und an der Bergstraße haben. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt SPD) Ich bin dem Aufsichtsrat und allen, die dort tätig sind, wirklich sehr dankbar, dass wir die Situation erkannt haben. Ja, natürlich ist es im Moment eine schwierige Situation am Weinmarkt. Warum ein Verkauf im Moment wirklich kein Thema sein kann und wir gesagt haben, wir stecken nicht den Kopf in den Sand, haben wir jetzt von mehreren Rednern gehört. Wir haben gesagt, wir stecken nicht den Kopf in den Sand, sondern versuchen, dieses Weingut, diese Weingüter, diese Domänen zukunftsfähig zu entwickeln – mit einem Konzept, dass dieses Weingut wieder das ist, was es eigentlich sein muss: Flaggschiff, Zugpferd und am Ende Plattform für den gesamten hessischen Weinbau. Dafür arbeiten wir gerade im Aufsichtsrat zusammen. Ich will allen ein herzliches Dankeschön sagen, die offen daran mitarbeiten und nicht versuchen, alles nur schlechtzureden, was in diesem Weingut passiert. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt SPD) Ich glaube wirklich, dass wir da eine große Chance haben. Ich will die Plattform für den gesamten Weinbau betonen: Wir versuchen gerade zusammen mit dem Kloster Eberbach, das wieder mehr dorthin zu entwickeln. Wir sorgen dafür, dass in der eigenen Gastronomie auch andere Winzer stattfinden. In der Vinothek finden andere statt. Auch in der Klostergastronomie finden andere statt, weil wir nicht nur für uns da sind. Natürlich müssen wir als Staat erklären, warum wir ein eigenes Weingut haben – mal davon abgesehen, dass der Verkauf im Moment gar nicht funktionieren würde. Wir dürfen aber natürlich nicht nur für uns selbst da sein. Es muss ein Mehrwert für die Region sein. Es muss Zentrum des Weinbaus in Hessen und natürlich auch eine Plattform sein. Ich will ausdrücklich danken Herrn Finanzminister Alexander Lorz, dem Chef der Staatskanzlei, der ebenfalls intensiv mitarbeitet, Frau Dahlke, Herrn Weiß und Herrn Schon. An dieser Stelle steht der politische Streit unter denen, die da tätig sind, zurück. Vielmehr ziehen wir alle an einem Strang für eine gute Zukunft dieses Juwels, das wir im Rheingau und an der Bergstraße haben. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich glaube nach wie vor, dass die Weinbaukrise auch eine große Chance zur Weiterentwicklung dieses Weinguts sein kann. Frau Schardt-Sauer, jetzt habe ich Sie im Rücken. Insofern muss ich vorsichtig sein. Sie müssen sich das wirklich noch einmal anschauen, was Sie vorgetragen haben. Zunächst dachte ich, im Antrag wäre ein Fehler. Sie haben gesagt, das Kulturdenkmal Kloster Eberbach müsse man herauslösen aus dem Weingut und möglicherweise eine Stiftung daraus machen. Das hat das Land 1998 gemacht. Diese Stiftung gibt es. Vorstand dieser Stiftung ist Julius Wagner, den ich Ihnen gerne einmal vorstelle. Genau deshalb hat dieses Denkmal institutionell nichts mehr mit dem Weingut zu tun. Es ist aber ein gutes Zeichen, dass Sie offenbar glauben, das gehört noch zusammen. Am Ende müssen wir mit einem Markenbild wieder dorthin kommen. Dieses Weingut ist ohne die Klostertradition nicht denkbar. Dieses Kloster ist ohne die Weinguttradition ebenfalls nicht denkbar. Institutionell sind sie zwar getrennt, aber wir müssen sie gemeinsam nach außen verkaufen. Das führt am Ende zu einer positiven Zukunft dieses Weinguts. Das sind die Dinge, die wir anpacken müssen. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Herr Dr. Grobe, billiger geht es nicht mehr als das, was Sie hier abgezogen haben. Sie haben bei jedem Redner dazwischengerufen, der Steuerzahler müsse den Verlust jedes Jahr ausgleichen. Nein, das ist eine private GmbH. Da kann nicht einfach der Steuerzahler irgendetwas gleichen. Dann haben Sie erklärt, wir würden den Markt verzerren, weil der Staat den Wein hauptsächlich selbst kauft. würde das Ergebnis verwässert und der Markt verzerrt. ben Sie sich schon einmal irgendetwas angeschaut? Sie, was die Wahrheit ist? Der Staat kauft jedes Jahr ger als 1 %. Ich sage Ihnen einmal ganz ehrlich, ich der Staat könnte eigentlich noch mehr bei seinem Laden kaufen. (Beifall CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE NEN) Baden-Württemberg ist stolz auf seine Staatsbrauerei. Bier wird dort auf jedem Fest ausgeschenkt. Wir es noch nicht einmal hin, dass – – Ich weiß nicht, che Weine Sie kaufen. Wahrscheinlich etwas schönes sisches, oder die Parteivorsitzende bringt etwas aus Schweiz mit. (Heiterkeit und Beifall CDU, SPD, BÜNDNIS DIE GRÜNEN und Freie Demokraten) Treten Sie doch einmal für die eigenen Produkte ein. ten Sie doch einmal für die guten hessischen Produkte Reden Sie doch nicht alles schlecht. (Zurufe AfD – Glockenzeichen)
