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Prof. Dr. Kristina Sinemus

17.03.2026 Sitzungen 21/61

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Abgeordneter, meine Damen und Herren! Da Sie die Frage jetzt noch einmal auf das Thema Mobilfunk präzisiert haben, würde ich das auch auf das Thema Mobilfunk konzentrieren und nicht ausholen, was das Thema Breitbandversorgung und Glasfaser angeht. Da wissen Sie sicherlich, dass wir durch ein umfangreiches Förderprojekt nicht nur die bereits über dem hessischen Durchschnitt stehende Glasfaserquote im Odenwaldkreis erheblich voranbringen. Punkt. Jetzt zum Thema Mobilfunk. Bezogen auf den Mobilfunk kann die Landesregierung in Ihrer Aussage nicht nachvollziehen, dass es sich hier um den Kreis mit der schlechtesten Versorgung handelt. Denn gemäß den Daten der Bundesnetzagentur ist der 5G-Standalone bereits für 97,92 % der Haushalte im Odenwaldkreis verfügbar, und auch die 5G-Flächenversorgung für den Odenwaldkreis liegt bei knapp 90 %, genau 89,92 %. Laut Daten liegen vergleichbare waldreiche Mittelgebirgslandkreise in Hessen in einer ähnlichen Größenordnung bei der 5G-Flächenversorgung. Sie sprechen das Thema Mobilfunkversorgung und Funklöcher im Odenwaldkreis an, und auch hier noch einmal Prozente: Hessen hat eine Gesamtgrundfläche von 21.115 Quadratkilometern. Von denen sind 43 Quadratkilometer noch nicht vollständig versorgt. Das heißt, 0,2 % der Gesamtfläche Hessens sind noch nicht vollständig versorgt. Wenn ich das wiederum auf den Odenwaldkreis zusammenfassend in Zahlen fassen darf, dann handelt es sich hier um eine nicht versorgte Fläche von 0,0045 %. Aber auch die wollen und werden wir schließen. Ich nehme einmal an, Sie haben verfolgt, dass wir am 4. März 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz einen Masterplan Mobilfunk vorgestellt haben. Wir haben darauf verwiesen, dass wir neben den bekannten Wegen, das heißt, ein Standorterfassungstool und ein Kompetenzzentrum Mobilfunk, gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium zweimal die Hessische Bauordnung angepasst haben. Wir haben bereits am 4. März 2026 den dritten Mobilfunkpakt mit den entsprechenden Telekommunikationsunternehmen unterschrieben. Nun haben wir einen weiteren, neuen Weg als Aktionsfeld hinzugefügt, nämlich die Satellitenversorgung. Sie ist für topografisch herausfordernde Gegenden, zu denen auch der Odenwaldkreis zählt. Ich denke, damit werden wir unserem Ziel, im Jahr 2030 eine nahezu vollständige Versorgung zu haben, auf jeden Fall nicht nur nahekommen, sondern wir werden mit sehr großen Schritten in die Umsetzung kommen.

Protokoll ↗