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Gerhard Bärsch

AfD 05.02.2026 Sitzungen 21/60

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen, meine men und Herren! Wir beraten heute in dritter Lesung schließend zwei Gesetzentwürfe mit einem gemeinsamen Ziel: die Zukunft der frühkindlichen Bildung in Hessen sichern. Die Beratungen im Ausschuss und die Sachverständigenanhörung waren – das will ich ausdrücklich hervorheben insgesamt konstruktiv, sachorientiert und fachlich Sie haben deutlich gemacht, dass wir fraktionsübergreifend ein gemeinsames Ziel teilen: die benannten Problemstellungen – Fachkräftemangel, unzureichende Sprachförderung und strukturelle Defizite in der Kinderbetreuung wirksam zu lösen. Die Anhörung hat zugleich klare Maßstäbe Sprachförderung braucht landesweit einheitliche dards, alltagsintegrierte Konzepte und wissenschaftsbasierte Verfahren. Auch außerhalb dieses Hauses wird die Dimension lich benannt: In einem Kommentar von Barbara in der „FAZ“ vom 23. Januar 2026, also ganz betont die Autorin, dass Sprachförderung früher müsse und in Einrichtungen mit hohem Migrantenanteil fehlerfreies Deutsch bei Erzieherinnen wichtig sei. folgt für uns: Fachkräftegewinnung darf niemals der Qualität gehen. (Beifall AfD) Genau hier setzt unser Entwurf an: Die Anhörung hat die Kernelemente bestätigt: landesweite Standards, kontinuierliche Sprachstandserhebungen, eine datenbasierte Mittelverteilung, alltagsintegrierte Förderung im vertrauten SetDrucks. ting, verbindliche Elternarbeit und eine originäre Landesfinanzierung. Wir setzen dort an, wo der Bedarf am größten Ab- ist, und weiten die Förderung schrittweise aus – realistisch Sie in der Umsetzung, ohne Qualitätsverlust. zuWährend wir uns zunächst auf die Sprachförderung fokussiert haben, legen die GRÜNEN ein umfassendes Kita-Fachkräftegesetz vor. Sinnvolle Einzelpunkte wie den PivA-Ausbau oder die Schulgeldabschaffung sehen wir positiv. Ihr Entwurf lässt allerdings einen roten Faden verZu- missen und übernimmt – ich habe das mehrfach gesagt – unreflektiert Konzepte aus verschiedenen Bundesländern; Sozialder ein bildungspolitischer Flickenteppich statt eines schlüssigen Gesamtkonzepts. Man kann weder aus 16 Rezepten ein gutes Gericht kreieren, noch kann man aus 16 unterschiedLe- lichen Länderkonzepten ein passgenaues Gesetz basteln. geBesonders kritisch sehen wir die geforderte Absenkung des Sprachniveaus von C1 auf B2 für angehende Fachkräfte. Wer Sprachförderung ernst nimmt, kann nicht zugleich die der Kinder- sprachlichen Anforderungen senken. Daher bleibt dieser Aus- Entwurf für uns nicht zustimmungsfähig. Zum Schluss appelliere ich an die regierungstragenden Fraktionen, da sie im Ausschuss bereits deutlich gemacht haben, dass sie beide vorliegenden Gesetzentwürfe ablehnen werden: (Tobias Eckert (SPD): Wir haben unseren Gesetzentwurf schon beschlossen!) Redner Bitte Nehmen Sie die Erkenntnisse aus diesem Verfahren ernst, und entwickeln Sie ein Konzept entlang der fachlichen Leitplanken – ohne parteitaktische Grabenkämpfe auf dem Rücken unserer Kinder. Wir unterstützen jede konstruktive Lösung, aber die Zeit Dadrängt. – Vielen Dank. ab- (Beifall AfD) zu

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