Olaf Schwaier
Herr Vorsitzender! Frau Barth, ich freue mich über die lebhafte Diskussion. Wenn Angst das Geschäft der AfD ist, (Zurufe SPD: Ja, ja, ja!) wie Sie behaupten, dann ist meiner Meinung nach Verleumdung und Im-Regen-stehen-Lassen – und zwar der Industriearbeiter – das Geschäft der SPD. (Beifall AfD) Sie haben den Artikel aus der „Bild“-Zeitung zitiert. (J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Den Sie kannten, nee?) Sie müssen einfach sehen, das ist ein Strohfeuer, was da abgefackelt wird, (J. Michael Müller (Lahn-Dill) (CDU): Ach, du liebe Zeit! – Weitere Zurufe) ein Strohfeuer mit 500 Milliarden Euro Sonderschulden. (Ingo Schon (CDU): 10 % mehr Inlandsnachfrage sind kein Strohfeuer! – Weitere Zurufe – Glockenzeichen) Wenn die vollkommen wirkungslos in der Statistik blieben, dann hätten Sie ein noch größeres Problem. Also muss irgendetwas gemeldet werden. (Lisa Gnadl (SPD): Ach, du liebe Zeit! Ja, ja, ja! – Zuruf AfD: Schulden finanzieren alles! – Weitere Zurufe) Da wird dann bei Industriegütern von einem Umschwung, von einem Konjunkturaufschwung gesprochen. Das ist natürlich ein Strohfeuer. Das werden Sie sehen, das wissen Sie auch. (Beifall AfD – Zuruf Lisa Gnadl (SPD)) Denn Sie haben nichts an den strukturellen Problemen in unserem Land geändert. Herr Dr. Naas, einmal ganz kurz: Eine seriöse Analyse dessen, was wir vortragen, bzw. unseres Programms war das natürlich nicht. Entweder haben Sie unser Programm überhaupt nicht gelesen, oder Sie wissen einfach nicht, was wirklich der Kern einer sozialen Marktwirtschaft ist; vielleicht haben Sie es vergessen. Die FDP und der Mittelstandsflügel – da war mein Vater in den Siebzigerjahren Mitglied – hatten noch ein sehr gutes Verständnis dafür, was dieses Land wirtschaftlich braucht. (Dr. Stefan Naas (Freie Demokraten): Haben wir bis heute!) Was es nicht braucht, ist mehr Bürokratie. Deswegen hat die CDU das „Fulda 26“-Papier gemacht; genau das mahnen wir auch an. (Beifall AfD – Zurufe)
