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Astrid Wallmann

03.02.2026 Sitzungen 21/58

Vielen Dank. – Ich darf das Wort an den Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Herrn Staatsminister Schwarz, geben. Bitte schön. Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen: Hochverehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Abgeordneter Meier, meine Damen, meine Herren! Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben in nie da gewesenem Ausmaß Kinder und Jugendliche mit ihren Familien Schutz in Deutschland gesucht. Diesen geben wir ihnen, ganz vielen auch in Hessen. In Zahlen bedeutet das, dass es im Jahr 2021 noch 15.000 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger an hessischen Schulen gab. Im Jahr 2022 waren es beinahe 32.000. Aktuell sind es immer noch über 23.000 und damit deutlich mehr Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger als vor dem Ukraine-Krieg. Diese Kinder und Jugendlichen ohne Deutschkenntnis konnten in Hessen – das will ich betonen – zeitnah und erfolgreich in unseren Schulen aufgenommen werden. Dafür wurde im April 2022 die maximale Schülerzahl in den Intensivklassen im Sekundarstufenbereich I sowie im beruflichen Bereich von 16 auf 19 erhöht. Die Höchstzahl an Grundschulen wurde trotz der großen Herausforderungen konstant bei 16 gehalten. Ebenso blieb die Höchstzahl der Alphabetisierungsklassen in allen Bildungsetappen bei 12. An diesen Klassenteilern halten wir zunächst einmal fest. Die Begründung will ich Ihnen auch gerne geben, Herr Abgeordneter Meier. Die Zahlen sind in einem hohen Maße dynamisch. Wir müssen zu jeder Zeit auf kurzfristige Schwankungen reagieren können. Zwar gab es zum Schuljahresbeginn einen Rückgang. Doch seit September 2025 steigen die Zahlen wieder. Von September 2025 bis Januar 2026 sind rund 900 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger hinzugekommen. Eine voreilige Absenkung der Höchstzahl wäre schlicht und ergreifend nicht verantwortungsvoll. Im Übrigen werden die Klassenhöchstgrenzen nur in Ausnahmefällen tatsächlich ausgereizt. In der durchschnittlichen Intensivklasse in der Sekundarstufe werden aktuell rund 14 Kinder und Jugendliche beschult. Im beruflichen Bereich sind es nicht einmal 18. Besonders interessant ist es, wenn man einmal einen Ländervergleich anstellt und schaut, was links passiert, was rechts passiert und was im Norden und was im Süden passiert. In Baden-Württemberg liegt der Teiler in den sogenannten Vorbereitungsklassen bei 24, auch an Grundschulen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es sogar 25 in allen Schulformen. Hier bietet Hessen mit einem teiler von 16 an Grundschulen sowie 19 in der Sekundarstufe I und im beruflichen Bereich deutlich bessere setzungen.

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