Kathrin Anders
Das Rettungswesen ist unter Druck. Die 112 sollte Notfallnummer sein – immer mehr wird sie zur heitshotline für alle Belange. Die Versorgung wird nicht besser. Im Gegenteil, es gibt Brüche in der sorgung: Rettungsdienst, Notaufnahmen und ärztlicher reitschaftsdienst arbeiten nebeneinander statt miteinander. Sektorale Grenzen, unterschiedliche Zuständigkeiten eine unüberschaubare Vielzahl von Akteuren führen dass Patientinnen und Patienten nicht immer dort men, wo sie am besten versorgt würden. Das ist ineffizient, teuer, und es gefährdet die Patientensicherheit. Der jüngst veröffentlichte Prüfbericht der Krankenkassen legt die Defizite schonungslos offen: Die Rettungsdienstorganisation in Hessen ist in Teilen veraltet, teuer schlecht vernetzt. Es fehlen grundlegende Daten und auch die Basis für gezielte Verbesserungen. Wir nicht, wie viele Menschen im vergangenen Jahr im tungswagen reanimiert wurden. Wir wissen nicht, wie von ihnen überlebt haben. Das ist dramatisch und weit hinter internationalen Standards zurück. Dabei besteht bereits seit 1999 ein gesetzlicher trag zur Überprüfung der Rettungsdienstbereiche. Auftrag wurde bis heute nicht erfüllt. Stattdessen in Hessen 25 Leitstellen mit unterschiedlichen Standards, unterschiedlichen IT-Systemen und unterschiedlichen petenzen. Wenn zwei Rettungsdienste aus zwei Landkreisen zu einem Unfall auf der A 7 gerufen werden, darf eine Sanitäter bestimmte Medikamente verabreichen, andere nicht. Die Unfallopfer interessiert nicht, welche Zuständigkeiten zwischen Behörden bestehen. Sie erwarten zu Recht all in Hessen Hilfe nach dem neuesten medizinischen dard. Wir brauchen deshalb eine umfassende Neuaufstellung seres Systems. Hessen braucht digitalisierte, landesweit vernetzte Leitstellen. Wir brauchen standardisierte abfragen, damit Hilfesuchende zielgerichtet in die passende Versorgungsstruktur geleitet werden. Aus Grund ist die organisatorische Zusammenführung der rufnummern 112 und 116 117 zwingend notwendig. darf künftig nicht mehr nach Zuständigkeiten, muss nach tatsächlichem Bedarf gesteuert werden. Die derzeitige Leitstellenlandschaft ist teuer und ent. Die Leitstellengebühren sind in den letzten zehn ren massiv gestiegen, in Teilen Hessens haben sich Kosten pro Einsatz sogar vervielfacht. Gleichzeitig das Land nur einen geringen, real sogar sinkenden an den Personalkosten. Die Hauptlast tragen die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung – eben jener Krankenversicherung, die vor erheblichen finanziellen Problemen steht. Auch halb braucht es dringend Reformen, die sowohl senken als auch die Qualität steigern. der Wir brauchen größere Rettungsdienstbereiche. Internatioge- nale Beispiele zeigen klar: Technische und logistische Hindernisse sind dabei kein echtes Argument. Regional vernetzte Leitstellen ermöglichen einheitliche Standards, transparentes Qualitätsmanagement und eine effizientere Fahrzeugdisposition. Das spart Kosten, und die freien Ressourcen können in die Modernisierung und Digitalisierung fließen. eine Gesund- Unsere Rettungskräfte in Hessen sind bestens ausgebildamit det. Sie brauchen dringend ein modernes Arbeitsumfeld Ver- und bessere Rahmenbedingungen. Immer mehr werden Be- Rettungswagen missbraucht, um sich von A nach B bringen zu lassen. Damit werden nicht nur Rettungskräfte als Taxiund fahrer missbraucht, sondern der Rettungswagen ist besetzt, dazu, wenn ein echter Notfall reinkommt. Das braucht keine Moankom- dellprojekte, sondern neue Strukturen in ganz Hessen. Die Fakten sind eindeutig: Patientensicherheit, Effizienz und Gerechtigkeit verlangen jetzt entschlossenes Handeln. Es braucht nun klare gesetzliche Vorgaben und den Mut, Zuständigkeiten neu zu ordnen. Handeln wir jetzt für eine Notfallversorgung, die Menschen rettet, Personal schützt und und öffentliche Mittel verantwortungsvoll einsetzt. damit wissen Retviele bleibt (zurück zum Text auf Seite 4226) PrüfaufDieser arbeiten Komder der überStanunNotrufjeweils diesem NotHilfe sondern ineffiziJahdie trägt Anteil selbst desKosten
