Frank Lortz
Vielen Dank, Kollege Pürsün. – Das Wort hat Frau Abgeordnete Dr. Sommer, SPD-Fraktion. Daniela, bitte. Dr. Daniela Sommer (Waldeck-Frankenberg) (SPD): Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Geburt eines Kindes ist einer der prägendsten Momente im Leben einer Familie. Hebammen sind diejenigen, die diesen Moment mit Kompetenz, Empathie und Professionalität begleiten. Sie sind eine tragende Säule in der Gesundheits- und Familienpolitik. Ohne sie gibt es keine sichere Geburt, keine sichere Geburtshilfe, keine gute Vor- und Nachsorge. Sie ermöglichen einen guten Start ins Leben. Dafür sage ich mein herzliches Dankeschön an all unsere Hebammen und Geburtshelfer. (Beifall SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE NEN) Zunächst möchte ich feststellen – Herr Pürsün hat schon darauf hingewiesen –: Die ersten drei Punkte ausschließlich Regelungen, die die Bundesebene betreffen, wenngleich wir den klaren politischen Handlungsbedarf sehen. Die Bürokratie muss natürlich abgebaut Frau Anders hat vorhin eindrücklich gezeigt, welche kratie hinter solchen Versorgungsstrukturen stecken Wir werden uns dafür einsetzen, dass Hebammen von Bürokratie entlastet werden, damit sie ihre Aufgabe len können, nämlich Frauen, Familien und vor allem geborene zu begleiten, meine Damen und Herren. Sie ziehen jetzt die Hebammenstudie heran. Die menstudie 2025 zeichnet insgesamt ein sehr negatives Bild. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das wird dem rufsstand nicht gerecht. Immerhin geben rund 83 % Hebammen an, den Beruf gerne auszuüben. Für ist die Hebammenstudie auch gar nicht repräsentativ. wissen bestimmt, weil Sie die Hebammenstudie ja haben, dass gerade einmal 4,08 % der Befragten aus sen stammen. (Kathrin Anders (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!) Das sind bei 800 Befragten gerade einmal 32 Personen. Nichtsdestotrotz sind es insgesamt alarmierende wenn viele über einen Berufswechsel nachdenken. Wir in Hessen brauchten diesen Warnschuss nicht. hat nicht gewartet, Hessen hat gehandelt. Wir haben eben auch schon gehört. Das war in der vorangegangenen Legislaturperiode – auch wenn der eine oder andere gänger von Frau Ministerin Stolz hier vor ein paar behauptet hat, es gebe in Hessen keinen Hebammenmangel. Wir sind froh, dass mit der Niederlassungsförderung August 2024 Hebammen unterstützt werden, die sich derlassen, wieder einsteigen, Geburtshäuser gründen erweitern. Diese Förderung ist ein Ergebnis des runden sches, den wir immer gefordert haben und an dem men selbst mitentscheiden, wie die Versorgung verbessert wird. Bereits 40 Hebammen haben die Förderung seit genutzt, und das ist ein toller Erfolg, meine Damen Herren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Dieser runde Tisch ist ein zentraler Baustein; denn wird gemeinsam geplant, analysiert und entschieden, sich die Versorgung langfristig verändern soll und wie sie sichern. Er muss nicht reaktiviert werden, Frau Das ist eine Falschmeldung. Er arbeitet. Das wird Frau Optendrenk sicher gleich noch einmal bestätigen Ich finde es schade, wenn hier immer vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN etwas behauptet wird, was so gar zutrifft. (Beifall SPD – Vanessa Gronemann (BÜNDNIS DIE GRÜNEN): Immer! Immer!) Im Koalitionsvertrag haben wir uns zu einem Hessenstipendium für Hebammen, für stärkere Nachwuchsgewinnung und bessere Ausbildungsbedingungen bekannt. Umsetzung der Beschlüsse des runden Tisches wollen tatsächlich auch voranbringen und die 1:1-Betreuung; Ravensburg ist schon darauf eingegangen. Wir stehen GRÜ- ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges Angebot der Geburtshilfe und der Vor- und Nachsorge, meine Damen und Herren. auch sind Wir stärken die natürliche Geburt, wir respektieren den Willen der Frauen. Zu den Haushaltsreduzierungen im „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“, die Sie anprangern, werden. gibt es eine ganz einfache Erklärung: Die Mittel wurden Büro- nicht vollständig abgerufen. Ich hätte mir gewünscht, Sie kann. warten einfach einmal die kursorische Lesung ab. Dann der hätten Sie es gewusst und hätten nicht behaupten müssen, erfül- dass das Kürzungen sind. Das entspricht nicht der WahrNeuheit, meine Damen und Herren. (Beifall SPD) HebamIch komme zum Schluss. Hebammen sind wichtig. Wir Be- wollen sie unterstützen, damit jede Frau in Hessen die aller Unterstützung bekommt, die sie braucht – vor, während und nach der Geburt. Jedes Kind verdient einen guten Hessen Sie Start ins Leben, und jede Hebamme verdient gute Rahmengelesen bedingungen, um diesen Start gut begleiten zu können. – Herzlichen Dank. Hes- (Beifall SPD und CDU)
