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Claudia Ravensburg

CDU 11.12.2025 Sitzungen 21/57

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen Kollegen! Hebammen sind unverzichtbare Begleiterinnen für werdende Mütter. Sie stehen mit Empathie, mit verstand, mit großer Erfahrung werdenden Müttern während und nach der Geburt bei. Sie erklären, und bereiten auf die bevorstehende Geburt vor. Sie beraten Problemen in der Schwangerschaft. Sie sind enge Vertraute während der Geburt. Dabei stehen sie nicht nur den denden Müttern zur Seite, sondern sie sorgen auch für Neugeborene, und, ganz wichtig, sie kümmern sich um die werdenden Väter während der Geburt. heraus (Zuruf Lisa Gnadl (SPD)) Doch die Bedingungen für freiberuflich arbeitende Hebammen, insbesondere für die Beleghebammen, müssen auch finanziell und arbeitstechnisch einen attraktiven Rahmen sich sind bieten, damit die Hebammen ihren Beruf mit Freude, Arbeitszufriedenheit und vor allem rechnerisch ausüben könhinnen. belasten so. Ich erinnere da an die schwierigen Diskussionen um die Haftpflichtprämien. Hessen hat frühzeitig gehandelt – wir ausge- haben es gehört – und einen runden Tisch eingeführt. wäre Wir begrüßen es, dass unsere Gesundheitsministerin Diana Stolz den runden Tisch – das will ich hier ausdrücklich saim Regie- gen –, der „Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe“ heißt, weiterführen will, um weiter an der Verbesserung der Situation der hessischen Hebammen zu arbeiten; denn dort kommen die Hebammen selbst zu Wort. Ihre Probleme liegen auf dem Tisch, und Maßnahmen werden abgeleitet. dass Mangel Deshalb will ich einige dieser wichtigen Maßnahmen, der die wir in Hessen gemacht haben, wirklich noch einmal Weichen betonen. Sehr gut angekommen ist die Niederlassungsförderung des Landes. So haben 40 Hebammen hiervon profitiert. Erfolgreich ist auch die Kooperation mit der bereits. wohl größten hessischen Geburtsklinik, dem BürgerhospiGRÜ- tal Frankfurt, bei der Förderung und Begleitung von Beinrufsrückkehrerinnen. gescheBerichte Nicht unerwähnt bleiben sollten auch die Fördermöglichso, keiten bei der Einrichtung und Erweiterung eines hebammengeleiteten Kreißsaals. Ich bin sehr begeistert von diesem Projekt. Ich habe mir das auch schon selbst anGRÜgeschaut; denn es bietet den hervorragend ausgebildeten Hebammen mehr Kompetenzen, mehr Anerkennung und Augenhöhe gegenüber den Ärzten. Der hebammengeleitete gute eigenen Kreißsaal erhöht die Arbeitszufriedenheit deutlich und ist Schuhe ein Pluspunkt für die Kliniken bei der Personalgewinnung. Gleichermaßen ist er attraktiv für die Eltern, die einerseits und auf natürliche Geburt setzen, andererseits die Sicherheit eines Klinikums im Falle auftretender Komplikationen gern im Rücken haben möchten. denen ablegen. Doch die Arbeitsbelastung für Hebammen ist weiter hoch, auch wegen der häufigen Nachtdienste. Viele Nächte sind die Hebammen für die Gebärenden da, oft nicht nur für eine, sondern – wir haben es gehört – gleich für mehrere Geburten. Hier wünschen sich die Hebammen schon lange eine Entlastung ohne finanzielle Verluste. AbgeWir setzen uns schon lange für die 1:1-Betreuung ein. Doch die kann nur funktionieren, wenn die Vergütungsstruktur für die Hebammen entsprechend angepasst wird. Der gerade in Kraft getretene Hebammenhilfevertrag sollte hier eigentlich Abhilfe schaffen: bessere Vergütung, weniund ger Bürokratie und Verbesserung der Qualität, zum Beispiel durch eine entsprechende Bonuszahlung für die 1:1- SachBetreuung. Dieser wurde von den Hebammenverbänden – vor, das muss man hier auch erwähnen – und den Krankenkassie sen auf Bundesebene verhandelt. bei Zu den von den GRÜNEN kritisierten Regelungen sollten werwir deshalb dringend auch die Verbände auffordern, sofort das zu evaluieren und gegebenenfalls die Voraussetzungen für auch die Vergütung weiter anzupassen.

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